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Verkehrsentwicklungsplan für Saarbrücken ist fertig

Die Betzenstraße ohne Autos? Der Rathausvorplatz St. Johann eine innerstädtische Ruheinsel? Die – aufgewertete – Kaiserstraße eine Schnellachse für Radfahrer? Die Dudweilerstraße nicht mehr mit Autos verstopft? Im Verkehrsentwicklungsplan für Saarbrücken sind solche Überlegungen keine Utopie, sondern wünschenswerte konkrete Vorhaben in den nächsten acht bis zehn Jahren. Wobei die genannten einzelnen Teile mit einem Großprojekt zusammenhängen: Das Stadtplanungsamt möchte eine so genannte kleine Innenstadtumfahrung zwischen der Einmündung Meerwiesertalweg/Fernbusbahnhof und dem Hauptbahnhof bauen, um damit Verkehrsräume in der Innenstadt fast schon im wahren Wortsinn freizuschaufeln und zahlreiche Möglichkeiten für Neugestaltungen zu gewinnen. Die etwa ein Kilometer lange Innenstadt-Tangente würde eng an den Bahngleisen verlaufen und relativ wenige Eingriffe in bestehende Strukturen mit sich bringen. Das Parkhaus Bormannspfad müsste allerdings weichen, um den dort kreisenden Autoverkehr verteilen zu können.

Dieses etwa 13 Millionen Euro teure Straßenbauprojekt ist eines der gewichtigen von insgesamt 170 großen und kleinen Einzelvorhaben im Verkehrsentwicklungsplan für Saarbrücken , den Baudezernent Professor Heiko Lukas gestern schon einmal (als „Entwurf“) vorab der Öffentlichkeit vorstellte. Der Stadtrat wird ihn in seiner nächsten Sitzung beschließen. Gut zwei Jahre Arbeit stecken in dem Werk, das als Leitbild und Arbeitsgrundlage bis zum Jahr 2030 dienen soll. Es wurde unter Federführung des Stadtplanungsamtes in Zusammenarbeit mit relevanten Interessengruppen und unter Beteiligung der Bevölkerung erstellt. Ziel ist es nach den Worten von Lukas, eine gute Verkehrsplanung und damit auch eine gute Stadtentwicklung hinzubekommen. Saarbrücken wolle den Menschen „mehr attraktiven öffentlichen Raum zur Verfügung stellen“. Dabei sollen die einzelnen Verkehrsarten – Fuß, Rad, Auto, ÖPNV, Wirtschaftsverkehr – möglichst intelligent in Einklang gebracht werden, man möchte keine „Verlierer“ produzieren, idealerweise sollen alle profitieren.

Zu den „Daueraufgaben“ des Planes zählen unter anderem mehr Barrierefreiheit auf Fußwegen, die Schließung von Lücken im Radwegenetz, Parkkonzepte in den Stadtteilen und bessere Verkehrslenkung bei Großveranstaltungen. „Kurzfristig“ sieht der Plan unter anderem vor, fünf innerstädtische Radhauptachsen auszubauen, Schnellbuslinien einzurichten, Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen in sensiblen Bereichen anzuordnen, die Wegweisung für Lastwagen zu den Gewerbegebieten zu verbessern und Parkraumkonflikte in der City zu lösen. Der Schulwegsicherheit soll gar eine „Leuchtturmkampagne“ gewidmet werden; so ist etwa daran gedacht, „Eltern-Haltestellen“ einzurichten, die nicht direkt an Schulen und Kindergärten liegen, sondern in zumutbarer Entfernung – Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist ein Hauptziel des Planes.

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