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Verkehrssicherheit: 300 Bäume in Erbach gefällt

Da staunten die Autofahrer gestern Morgen im Berufsverkehr an der Berliner Straße in Erbach nicht schlecht: Wo noch am Freitag Bäume die Strecke zwischen Kreisel und Breslauer Straße säumten, herrscht nun Leere. Stattdessen stapeln sich dort nun Stämme und Äste. Über 300 Bäume wurden vom Baubetriebshof der Stadt Homburg gefällt. Dazu wurde die Berliner Straße im betroffenen Teilbereich zeitweise komplett gesperrt. Doch warum diese Fällaktion? Die Antwort auf die Frage gab Stephan Landwehr, der verantwortliche Meister des Baubetriebshofes. „Dieser Bereich wurde vor rund 40 Jahren aufgeforstet. Dabei wurden die Baumreihen sehr eng gesetzt. Es gibt in der Regeln nur einen Meter Abstand zwischen den einzelnen Bäumen. Deswegen haben sich die vorderen drei Reihen deutlich nach vorne in Richtung Straße geneigt. Erst dahinter wachsen die Bäume normal.“ Tatsächlich ragten die Bäume mit ihren Ästen, bis sie gefällt wurden, deutlich in die Straße hinein. „Die Bäume hätten durchaus irgendwann auf die Straße kippen können. Zudem haben die Äste die Straßenlampen zum Teil verdeckt. Es gab kein Licht mehr auf der Straße.“

Volker Willig von der Grünflächenabteilung präzisierte auf Nachfrage unserer Zeitung am Montag die Gefahrenlage. „Bei den Bäumen handelte es sich um Roteichen.“ Diese seien gerade im Winter sehr anfällig für Brüche, „wenn sie mit nassem Schnee bedeckt sind. Dann liegt schnell ein großer Ast auf der Straße“. Vor diesem Hintergrund sei es nötig gewesen, den fehlgewachsenen Baumbestand zu fällen. „Nur die Äste auf der Straßenseite abzuschneiden, hätte nichts gebracht. Die Bäume standen komplett schief.“

Vor Ort machte Stephan Landwehr klar: Ein Wiederaufforstung sei gegenwärtig nicht geplant. „Das begrünt sich wieder von allein. Das ist kein Problem.“ Kein Problem war die Aktion auch für die Männer an den Motorsägen . Mit großer Erfahrung fällten Thomas Baum, Thomas Groß und Aleksandr Tibeluis einen Baum nach dem anderen. Dabei mussten die drei mitunter sehr genau arbeiten. Denn es galt, Beschädigungen an Straßenlaternen und Beschilderung zu vermeiden. „Für uns als Team ist eine solche Aufgabe aber nicht wirklich schwierig. Wir wissen einfach, wie wir es machen müssen“, erzählte Thomas Baum in einer kurzen Arbeitspause. „Man muss die so genannte Fall-Kerbe richtig schneiden. Dann kann man den Baum beim Fällen schon drehen. Und dann fällt er genau dahin, wo wir es haben wollen.“

Zwei Tage lang arbeiteten sich die Männer so durch das Waldstück an der Berliner Straße. Dabei lieferten Landwehr, Baum, Groß, Tibelius und die anderen Mitarbeiter des Trupps eine Premiere ab. „Das ist das erste Mal, dass wir in diesem Umfang am Stück abholzen“, erklärte Jens Motsch, der stellvertretende Leiter des Homburger Baubetriebshofes. Mit der Leistung seiner Männer sei er dabei sehr zufrieden. „Wir sind schneller fertig geworden, als wir es geplant hatten.“ Und was geschieht mit dem Fällholz? Motsch: „Das wirdt an eine private Firma verkauft und in den nächsten Tagen abtransportiert.“

 

Zum Thema:

Auf Nachfrage unserer Zeitung gab die Stadt Homburg Informationen zu weiteren Baumfällungen in naher Zukunft. So sollen in Kirrberg am Roßberg rund 120 Bäume fallen. Hier warte man noch auf die entsprechende Genehmigung. Nochmal in Kirrberg sollen im Bereich des Friedhofs ein Schutzzaun freigeschnitten werden. Hier geht es um rund 20 Bäume und Sträucher. Zusätzlich werden im Schlangenhöhler Weg in Schwarzenacker rund 20 Bäume gefällt. thw
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