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Verlängerung: Gnadenfrist für Völklinger City-Center?

Das originale, große City-Center-Projekt gibt es nur noch auf dem Transparent an der Front der Kaufhof-Ruine - gebaut wird es nicht.

Das originale, große City-Center-Projekt gibt es nur noch auf dem Transparent an der Front der Kaufhof-Ruine - gebaut wird es nicht.

Im öffentlichen Teil ihrer Donnerstags-Sitzung nahmen sie es genau, die Mitglieder des Stadtrats-Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Sie löcherten die Planer, die Umgestaltungs- Konzepte vorstellten – fürs Umfeld des Lauterbacher Warndtdoms, für die Aufwertung des Wehrdener Saarufers an der Rosselmündung im Rahmen des Interreg-Projekts „Das Blaue Band“ – mit vielen Detailfragen.

Und erklärten sich schließlich doch außerstande, zu entscheiden. Obwohl die Zeit drängt: Bei beiden Vorhaben sind Zuschuss-Fristen einzuhalten. Dennoch, die Stadtverordneten wollten sich nicht überrumpeln lassen. Keine Unterlagen schwarz auf weiß für die Beratung in den Fraktionen, nur mündliche Planer-Vorträge, das reiche nicht, kritisierten Wolfried Willeke (SPD), Paul Ganster (Linke) und Knut Duchene (FDP) unisono. Zustimmung aus den Reihen der CDUFraktion. So notierte Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU), der die Sitzung leitete, denn neue Beschlusstermine. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung aber gab es Beschlüsse.

Der wichtigste betrifft das City-Center-Projekt. Auf SZ-Nachfrage berichtete Bintz am Freitagmorgen, dass der Ausschuss dazu Position bezogen habe – mit Gegenstimmen und Enthaltungen, aber doch mit deutlicher Mehrheit. Der Ausschuss empfiehlt dem Rat, die Frist noch einmal zu verlängern, innerhalb derer der Investor mit dem Bau beginnen muss. Bis Jahresende soll die Main Asset GmbH nun Zeit bekommen, bis sie Abrissbagger und Baumaschinen anrücken lässt.

Bis dahin soll die Stadt also keinen Gebrauch machen von dem Rücktrittsrecht, das sie sich im Grundstücks-Kaufvertrag für den ehemaligen Kaufhof und einige Nachbarbauten ausbedungen hat. Die endgültige Entscheidung liegt aber beim Stadtrat, der das Thema am Dienstag (18 Uhr, Kulturhalle Wehrden) öffentlich diskutieren wird. Dabei will, so heißt es, Investoren-Vertreter Thorsten Vogt den Stand der Pläne erläutern.
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