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Verlangen nach einem Joint kommt Männer teuer zu stehen

Nachrichten aus der Region Zweibrücken.

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Zweibrücken. Oberamtsanwalt Karl Otto Benoit brachte es in seinem Plädoyer auf den Punkt. Die beiden Angeklagten hatten im August vergangenen Jahres wohl „den teuersten Joint ihres Lebens“ konsumiert. Die zwei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren mussten sich vor dem Amtsgericht Zweibrücken wegen Diebstahl in Tateinheit mit einer Nötigung verantworten. Sie hatten sich am 26. August letzten Jahres gemeinsam mit zwei weiteren gesondert verfolgten Mittätern bei einem Bekannten in einem Zweibrücker Wohnheim getroffen.

„Wir suchten an diesem Abend etwas zum Rauchen“, sagte der 23-Jährige vor Gericht. Der Bekannte habe sie dann an einen Nachbarn verwiesen, der mit Drogen handeln würde. Da dieser das Rauschgift aber „zu überhöhten Preisen“ angeboten hätte, hat sich das Quartett entschlossen, den mutmaßlichen Dealer zu bestehlen. In dessen Wohnung waren an diesem Abend außer dem Opfer noch eine 27-jährige Studentin und ein 22-jähriger Mann.

Die Studentin und der Mieter wurden unter Vorwänden aus der Wohnung gelockt. Dem 22-Jährigen drohten die Diebe, ihm „eins auf die Mappe“ zu geben, wenn dieser nicht ruhig bleibe. Vor der Polizei und gegenüber der Studentin sagte dieser aber, er sei mit einem Messer am Hals bedroht worden. Diese Aussage zog er vor Gericht zurück. „Ich wollte nicht als Waschlappen dastehen“, nannte er als Grund für die falschen Angaben. Die Diebe erbeuteten neben einem Handy noch 30 Gramm Haschisch und 50 Euro Bargeld.„Fast wäre die Anklage auf Raub hinausgelaufen“, machte Benoit deutlich, dass die Bedrohung mit dem Messer nicht nachzuweisen sei. Die Angeklagten hätten aber ihr Vorgehen geplant und eine erhebliche kriminelle Energie aufgewendet. Zudem ist der 27-Jährige einschlägig vorbestraft. Er forderte für diesen zehn Monate Haft. Beim 23-Jährigen plädierte er auf sieben Monate Gefängnis, die zur Bewährung auszusetzen seien.

Außerdem müsse er 1200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen. Der Strafrichter sah die Vorwürfe als erwiesen an und folgte den Anträgen des Oberamtsanwaltes. nob

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