L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

Priorität: Dringend

9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Verschmähte Liebe: Rastete Homburger deshalb aus?

Ein 63-jähriger Mann steht derzeit vor dem Landgericht Saarbrücken. Vorwurf: Geiselnahme und Körperverletzung.

Ein 63-jähriger Mann steht derzeit vor dem Landgericht Saarbrücken. Vorwurf: Geiselnahme und Körperverletzung.

Saarbrücken/Homburg. Seit gestern muss sich ein 63-jähriger Mann aus dem Saar-Pfalz-Kreis wegen Nachstellung, Geiselnahme, Freiheitsberaubung und Körperverletzung vor dem Landgericht verantworten. Opfer wurde eine junge Frau. Sie ist inzwischen 24 Jahre alt und machte damals eine Ausbildung als Bankkauffrau. Bisher blieb offen, was die beiden zusammenführte. Der Angeklagte war, als sie sich kennen lernten, nach 22 Jahren gerade auf Bewährung aus der Haft entlassen.

Die junge Frau wollte die Beziehung zu dem wesentlich älteren Mann beenden. Doch er gab nicht auf. Ständig belästigte er sie mit Anrufen und Kurznachrichten auf dem Handy. Im Laufe der Zeit wurden aus den Liebesbezeugungen in den Kurznachrichten Vorwürfe und unterschwellige Drohungen. Vor ihrem Arbeitsplatz, einer Bankfiliale in Homburg, lauerte er ihr auf. Aus Angst konnte sie während ihrer Mittagspause das Gebäude nicht mehr verlassen. Nach Feierabend ließ sie sich von einem Kollegen zu ihrem Auto begleiten. Sogar ihre Wohnung gab sie auf und zog wieder zu ihren Eltern.

Mit Glasflasche attackiert

Im Sommer 2011 soll es dann morgens gegen 5.30 Uhr vor einem Lokal in Homburg-Einöd zu dem Exzess gekommen sein. Als die Frau in Begleitung eines Bekannten vor der Tür erschien, schlug der 63-Jährige ihr eine Glasflasche auf den Kopf und attackierte sie mit Pfefferspray. Zudem hatte er ein Teppichmesser in der Hand. Ihr Begleiter entfernte sich und wollte per Handy die Polizei rufen. Doch er ließ davon ab, weil der Angeklagte gedroht haben soll, der Frau das Gesicht zu zerschneiden, wenn er das Handy nicht wegwirft. Danach, so die Anklage, zerrte er die Frau in ihr Auto und wollte wegfahren. Sie wehrte sich und zog während der Fahrt den Zündschlüssel aus dem Schloss.

Beim Kampf um den Schlüsselbund erlitt sie eine tiefe Schnittwunde in der Hand. In ihrer Not bot sie dann an, selbst zu fahren. Als der Angeklagte daraufhin ausstieg, um auf dem Beifahrersitz zu gelangen, verschloss sie den Wagen von innen und konnte fliehen. jht

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein