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Versteckte Zusatzstoffe: So werden Käufer hinters Licht geführt

Mainz. Wenn Lebensmittelkonzerne damit werben, dass ihre Produkte ohne künstliche Aromen, Farb- oder Konservierungsstoffe auskommen, handelt es sich nach Erkenntnissen von Verbraucherschützern in vielen Fällen um bloße Augenwischerei. „Die mit knappen Verzichtserklärungen gekennzeichneten Lebensmittel sind oft längst nicht so sauber und ursprünglich, wie dies auf der Verpackung suggeriert wird“, sagte Susanne Umbach, Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, gestern in Mainz. Die Verbraucherschützer hatten 151 Lebensmittel überprüft, deren Hersteller auf den Verpackungen den Verzicht auf Zusatzstoffe besonders hervorgehoben hatten.

Es werden einfach Geschmacksverstärker mit ähnlicher Wirkung verwendet

Demnach wurden bei mehr als 90 Prozent aller Lebensmittel, die laut Verpackung keine Geschmacksverstärker wie Glutamat enthielten, andere Zusatzstoffe mit ähnlicher Wirkung verwendet. Hefeextrakte etwa hätten ebenfalls eine geschmacksverstärkende Wirkung, müssten aber nicht als Geschmacksverstärker ausgewiesen werden. Ähnlich gingen viele Lebensmittelhersteller vor, wenn sie Waren „ohne künstliche Aromen“ bewerben. Sieben von zehn untersuchten Erzeugnissen hätten stattdessen Geschmacksstoffe verwendet, die ebenfalls aus dem Labor stammten, aber vom Gesetzgeber nicht als „künstlich“ definiert worden seien.

Der vermeintliche Verzicht auf Chemie bei der Lebensmittelherstellung sei für Verbraucher „höchst verwirrend“, kritisierte die Verbraucherzentrale.
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