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Verwirrung an der Gemüsetheke

Saarbrücken. Nach wenigen Metern in einem saarländischen Einkaufsmarkt ist das Vertrauen dahin: in der Obst- und Gemüseabteilung – beim Bio-Knoblauch. „Herkunftsland Argentinien“ steht auf dem Steck-Schild. Doch laut Verpackung kommt das Gewürz aus Spanien. Was denn nun?

Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale des Saarlandes kennt sich aus mit Lebensmitteln und ihrer Kennzeichnung: „Der Knoblauch kommt aus Spanien. So wie es auf der Ware steht, ist es wahrscheinlich richtig. Aber eine so verwirrende Doppel-Kennzeichnung darf nicht sein.“ Doch der Testeinkauf bringt noch mehr ans Licht: Der unverpackte Kopfsalat liegt in einer Kiste, in der zuvor mutmaßlich mit Pestiziden behandelte Clementinen lagerten. Der „deutsche“ Eisbergsalat kommt beim genaueren Hinsehen aus Spanien, die „deutschen“ Champignons aus Holland, die „deutsche“ Rote Beete aus Frankreich, der „italienische“ Bio-Paprika-Mix aus Spanien, die „holländische“ Bio-Spitzenpaprika Ramiros aus Israel – und die Auberginen? Die haben offenbar wie die Zitronen gar keine Heimat.

Wie kommt es dazu? Schroeter: „Wir gehen davon aus, dass viele Kennzeichnungsfehler dadurch entstehen, dass die Schilder an der Ware nicht ausgetauscht werden. Das kann auch eine Folge von Personaleinsparungen im Einzelhandel sein.“ Verbraucher, die derartige Kennzeichnungsmängel entdecken, sollten sich beim Marktleiter beschweren. Fruchtet das nicht, sind die örtlichen Kontrollbehörden Ansprechpartner. Auch die Verbraucherzentrale kann hier weiter helfen. szn/up

Seit knapp einem Jahr gilt eine EU-Verordnung, wonach der Handel bei fast allen Obst- und Gemüsesorten (bis auf Ausnahmen wie Kartoffeln und Bananen) das Herkunftsland kennzeichnen soll. Die Verbraucher sollen bewusst entscheiden können. Durch die Kennzeichnung wissen sie beispielsweise, welcher Transportweg kürzer, also klimaschonender war. Bildunterschrift
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