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Verzweifelter Bankräuber muss ins Gefängnis

Saarbrücken. Wegen schwerer räuberischer Erpressung hat das Landgericht einen 55-Jährigen Versicherungsmakler zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der Angeklagte hatte nach Feststellung der Richter am 7. Dezember 2010 mit vorgehaltener Pistole der Marke Walther eine Bank in Altenkessel überfallen und rund 21 000 Euro erbeutet. Geldnot, gesundheitliche Probleme und die Angst vor privaten Kredithaien, die den Mann und seine Familie bedrohten, sollen Auslöser der Tat gewesen sein. Keine Kredite mehr Der gelernte Dreher hatte zunächst über Jahre in seinen angestammten Beruf gearbeitet. Nach einem Arbeitsunfall war dies aber nicht mehr möglich. Mitte der 80er Jahre begann der Mann deshalb für Versicherungen zu arbeiten.

Ab 1997 hatte er schließlich ein eigenes Büro als Versicherungsmakler in Saarlouis, später zudem eine auf Geldanlagen spezialisierte Firma in Belgien. Aber mit dem beruflichen Aufstieg kamen auch diverse körperliche Erkrankungen, die immer schlimmer wurden. Aber vor seiner Familie und nach außen habe der Angeklagte weiter eine heile Welt vorgespielt. Und als er von den normalen Banken keine Kredite mehr bekommen habe, da sei er zu privaten Kreditvermittlern gegangen. Zuerst habe er sich dort 5000 Euro geliehen, dann sei es immer mehr gewesen.

Aber Ende 2010 ging offenbar nichts mehr. Er hatte nach Feststellung der Richter rund eine Million Euro Schulden angehäuft. Darunter rund 150 000 Euro bei den privaten Geldvermittlern. Als er nichts mehr zurückzahlen konnte, seien er und seine Familie massiv bedroht worden. Von Entführung der Töchter und von schwerer körperlicher Gewalt sei die Rede gewesen. Aus Angst habe die Familie daraufhin zeitweise nicht mehr zu Hause übernachtet. Am Morgen des 7. Dezember 2010 hatte der Angeklagte dann eine Bankfiliale in Altenkessel überfallen. Die Beute von 21 000 Euro gab er dem privaten Geldeintreiber. Zwei Tage später stellte er sich der Polizei. wi
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