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Viel Geld für Praktiker

Hamburg/Kirkel. Die angeschlagene Kirkeler Baumarktkette Praktiker kann vorerst aufatmen. Das Unternehmen hat von einer Investorengruppe, die von der österreichischen Privatbank Semper Constantia beraten wird, 40 Millionen Euro als besichertes Darlehen erhalten. Das teilte Praktiker am Dienstag mit. „Das Geld ist bereits eingegangen“, bestätigte ein Praktiker-Sprecher. Nach SZ-Informationen dient die profitable Praktiker-Tochter Max Bahr als Sicherheit. Das Darlehen wird mit 12,5 Prozent über dem Euribor-Zinssatz besichert. Das ist der Zinssatz, den Banken für Termingelder untereinander berechnen. Dieser liegt bei Anleihen von drei Monaten derzeit bei 0,22 Prozent. Das Geldhaus Semper Constantia ist mit 4,97 Prozent auch einer der größten Einzelaktionäre von Praktiker.

Außerdem hat Praktiker nach eigenen Angaben von einem anderen Kreditinstitut die Zusage über weitere 20 Millionen Euro erhalten, sollte die von der Hauptversammlung beschlossene Kapitalerhöhung umgesetzt werden, über die 60 Millionen Euro eingesammelt werden sollen. Sie können sowohl von Altaktionären als auch von anderen Geldgebern stammen. Allein 30 Millionen Euro will dem Vernehmen nach der Investor Clemens Vedder zuschießen. „Ein offizielles Angebot von dieser Seite liegt uns allerdings nicht vor“, so der Unternehmenssprecher.

Darüber hinaus sei die Kreditlinie von 40 Millionen Euro, die federführend von der Commerzbank gewährt wird, auf drei Jahre verlängert worden. Ferner sind nach Angaben von Praktiker auch die Warenkreditversicherer bereit, „den Restrukturierungsprozess durch entsprechende Limit-Zusagen gegenüber Lieferanten zu unterstützen“.
Ein weiterer Sanierungs-Baustein könnte ein zusätzliches Darlehen in Höhe von 15 Millionen Euro sein, das eine Bank gewähren will, die dem Vernehmen nach Semper Constantia nahesteht. Hier seien die Verhandlungen aber noch nicht abgeschlossen.

Inzwischen sind auch die ersten sieben Umflaggungen von Praktiker-Märkten zu Max Bahr über die Bühne. Weitere sieben Marktumstellungen sind in wenigen Wochen geplant. Außerdem sollen die weiter bestehenden Praktiker-Märkte umgebaut und auf mehr Service getrimmt werden. Der Aufbau der neuen Konzernzentrale in Hamburg soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein.
 


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