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Viel PS und heiße Schlitten in Saarbrücken

Saarbrücken. Wer mit PS mehr verbindet, als das übliche Kürzel unter Briefen und beim Anblick von verchromten Karosserien und tiefergelegten Fahrwerken mit dem wohligen Gefühl absoluter Zufriedenheit belohnt wird, sollte sich am Wochenende auf den Weg zum Saarbrücker Messegelände machen. Dort findet die siebte Auflage der „Tuning Expo“ statt, die bei Auto-Freaks und Freunden der aufgemotzten High-Tech-Boliden kaum einen Wunsch offen lässt. Mehr als 1000 Fahrzeuge von 259 Ausstellern aus zehn Ländern dürfen bewundert, und in manchen Fällen sogar angefasst werden.

Durch Exklusivität zeichnen sich alle Exponate aus, aber der „Renault Clio“ von Gerald König dürfte wohl zu den Autos zählen, vor denen das Fotohandy am meisten gezückt wird. Leder im Innenraum gehört bei vielen zum Standard, Königs Clio hingegen ist komplett mit Leder ausgestattet. Innen und außen. „Ich möchte damit mein Image als Tuner repräsentieren. Zeigen, was alles möglich ist“, sagt der Tuning-Profi, der aus dem 1000 Kilometer entfernten Saint Sylvestre in Frankreich angereist ist. „Die Deutschen sind in der Szene dafür bekannt, dass sie bereit sind, für gute Leistung auch zu zahlen.

Ich erhoffe mir von der Teilnahme mehr Kunden aus Deutschland.“ Neben kommerziellen Ausstellern nutzen vor allem Clubs und Privatpersonen die Messe, um ihre „Schätze“ einem großen Publikum zu präsentieren. So auch die Airbrusher von „ART Cars“ aus Heilbronn.  Für sie steht weniger die Technik, als vielmehr die Optik im Vordergrund. Club-Mitglied Jill Kübler hat ihren „Opel Ascona“, Baujahr 1987, ganz im Dschungel-Stil verschönert. Ein Projekt, das die 22-Jährige schon vor sieben Jahren begonnen hat. „Damals hatte ich zwar noch keinen Führerschein, aber dieses Auto, das mir mein Vater geschenkt hat.



Also fing ich an, ihn zu stylen.“ Fertig werde sie damit allerdings niemals, sagt Kübler. Eine Meinung, die viele Tuner teilen. Die Frage nach Nutzen, Sinn oder gar Vernunft stellt sich dabei nicht. Vergoldete Schrauben im Motorinnenraum gehören beispielsweise für Dennis Eisenrauch ebenso zum Standard wie Monitore und DVD-Player. Die befinden sich in seinem „Opel Vectra“ nicht nur in der Mittelkonsole, sondern auch im Kofferraum. „Man will sich einfach von der Masse abheben und einen gewissen Showeffekt erzielen. Über Winter wird getunt, im Sommer dann vorgeführt.“ Und um das zu tun, und sich mit anderen Tuning-Fans, Experten und Neugierigen zu treffen und zu fachsimpeln, ist er aus dem Schwarzwald nach Saarbrücken gekommen.

www.tuningexpo.de
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