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Viel Theater auf der Halde Lydia

Saarbrücken. Charlie Bick und Marion Künster, die Macher der Sommer Szene, durften sich und dem Festival zum 25-jährigen Jubiläum manchen Geburtstagswunsch erfüllen. Denn die Städte Saarbrücken, Völklingen und Dillingen haben im vergangenen Jahr, als Bick und Künster den Internationalen Straßentheatertagen eine Pause verordneten, das Geld fürs Festival auf die hohe Kante gelegt. Deshalb waren jetzt 50 000 Euro mehr in der Kasse. Allein die Stadt Saarbrücken hat für 2008 und 2009 je 26 000 Euro in den Topf getan. Zur Jubiläumsausgabe der Sommer Szene konnten Bick und Künster endlich Habbe & Meik nach Saarbrücken holen, die weltweit als Meister des Maskenspiels gelten. „Da haben wir uns früher nicht rangetraut, weil unsere Bühne zu klein war“, erläutert Charlie Bick.
 
Zur Eröffnung der Jubiläumsausgabe der Sommer Szene am Donnerstag, 16. Juli, steht eine Bühne auf dem Saarbrücker Schlossplatz, auf der auch diese Stargäste wie von großen Hallen gewohnt agieren können. Die Geburtstagsparty der Sommer Szene steigt an einem neuen Spielort.

Auf dem Platz vor der Konzertmuschel im Deutsch-Französischen Garten (DFG) sollen sich der in Saarbrücken arbeitende Aktionskünstler Ulik und die französische Musiktheatergruppe Fanfare le Snob mit ihrer Produktion „gliSSSSSSSSSendo“ am Montag, 20. Juli, voll entfalten. „Ulik hat sich damit einen Traum erfüllt. Er hat die Produktion über Jahre entwickelt, viel Zeit reingesteckt. Sogar spezielle Instrumente, die sich an die Körper der Musiker anschmiegen, hat er bauen lassen“, berichtet Marion Künster.

Auf einer kleinen Terrasse in der Nähe der Konzertmuschel, mit Blick auf See, Wasserorgel und Bäume, wird der spanische Straßenzirkus Los Gingers am Montag mit „Perlas y plumas“ seine Magie entfalten. „Die sind artistisch sehr gut, aber auch sehr komisch, weil sie sich selbst nicht so ganz ernst nehmen“, wirbt Marion Künster. Montag und Dienstag werden auch kleine Gruppen Wiesen und Plätze im DFG nutzen.

An einem ungewöhnlichen neuen Spielort kann Charlie Bick Vorstellungen ausleben, die er schon lange im Kopf hat. In einem Vulkankrater auf Lanzarote kam ihm die Idee, einmal einen Platz zu bespielen, auf dem sich Künstler und Zuschauer „irgendwie auf dem Mond“ fühlen. Zum Abheben geht es jetzt nicht in den „outer space“, aber auf die Halde Lydia in der Nähe von Dudweiler. Dort werden sich am Sonntag, 19. Juli, ab 15 Uhr, mehrere Gruppen mit ihren Zuschauern auf einen 75-minütigen Rundgang begeben. „Der Ort selbst soll gleichberechtigter Akteur sein. Das macht Straßentheater aus“, kündigt Bick an. Theater pur erwartet die Haldenbesucher an diesem Nachmittag, denn die Darsteller müssen ihre Geschichten ohne technischen Aufwand und auch ohne Worte in Szene setzen.

Seit mehr als 15 Jahren wird die Sommer Szene am Donnerstag, 16. Juli, 16 Uhr, wieder auf dem St. Johanner Markt eröffnet. Dort behauptet die französische Compagnie Déracinemoa, die Queen ins Saarland zu bringen. Anschließend mischt sich die Compagnie Azimuts mit Musik ins Treiben am Markt ein. Beide Gruppen sind abends auch am Schloss zu erleben. Déracinemoa agiert dann hinter dem Schloss – auch ein Ort, den die Sommer Szene diesmal neu erobert, genauso wie den Platz hinter der Deutschherrnkapelle. „Der Ort soll gleichberechtigter Akteur sein. Das macht Straßentheater aus.“  Ulrike Conrath 
 
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