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Viel los beim verkaufsoffenen Sonntag

Vier offene Sonntage bietet der Saarbrücker Einzelhandel im Jahr.

Vier offene Sonntage bietet der Saarbrücker Einzelhandel im Jahr.

Saarbrücken. Der verkaufsoffene Sonntag war zugleich das Ende der Weihnachtsferien. Die Saarbrücker nutzten ihn rege, um noch das eine oder andere umzutauschen oder einen Gutschein einzulösen.

Vier offene Sonntage bietet der Saarbrücker Einzelhandel im Jahr. Die Händler seien damit sehr zufrieden, sagt Michael Genth, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins für Handel und Gewerbe. „Wir hatten ein sehr gutes Weihnachtsgeschäft“, meint der Chef von Leder Spahn und bezeichnet den gestrigen Sonntag als „echten Kauftag“. Nur noch vereinzelt würden Waren umgetauscht. Das sei direkt nach den Feiertagen erledigt worden. Die Kunden würden nun Geldgeschenke oder Gutscheine einlösen oder schon nach reduzierter Winterware und den ersten Frühjahrsangeboten schauen. Dominic Wirtz ist ebenfalls Ladeninhaber (City Nova) und Vorsitzender des Vereins Kaiserviertel. Darin sind die Geschäftsleute zwischen Kaiserstraße und Bahnhofstraße zusammengeschlossen: „Wir haben das Jahr sehr gut abgeschlossen“, sagt Wirtz und verweist auf einen guten Ertrag 2012. Die Geschäfte im Kaiserviertel seien sehr zufrieden, die lange Nacht im Dezember und die verkaufsoffenen Sonntage „sehr gut“ verlaufen.
Gute Nachrichten gebe es für 2013. In der Futterstraße, wo drei Läden leer standen, tue sich was: „Eine französische Boutique wird eröffnet. Und ich bin froh, dass die Hausbesitzerin nicht an den erstbesten Interessenten vermietete, sondern wartete, bis ein Interessent kam, der die Wertigkeit der Straße erhält“, sagt Wirtz. Im Kaiserviertel liegt die Buchhandlung Bock und Seip. Ingrid Schäfer arbeitet dort an der Kasse. Der Tag begann ruhig.

„Es macht mir nichts aus, sonntags zu arbeiten. Wir machen mit, weil unser Geschäft das erste ist, das man von der Bahnhofstraße aus sieht. Die Passanten dort sollen sehen, dass auch in der Futterstraße die Läden offen sind“, sagt sie und beweist das von Wirtz zitierte Gemeinschaftsgefühl der Kaufleute, die zusammenhalten und gemeinsam werben.
Sonja Berg, die auch in der Buchhandlung arbeitet, fügt hinzu: „Wir wissen nicht, ob wir sonntags Umsatz machen, den wir in der Woche nicht gemacht hätten. Aber wir sind für unsere Kunden da, das zählt. Der erste Anrufer heute wollte nur ein Buch abholen, er wäre sonst sicher am Montag gekommen. Aber er hat sich gefreut, dass es überhaupt geht.“
Wolfgang Lavall aus Völklingen, ein pensionierter Bänker, flaniert mit seiner Frau durch die Stadt und genießt das Treiben geradezu: „Wir kaufen nicht ein, besuchen aber die Gastronomie und werden in einer Galerie noch einen Kaffee trinken und die Passanten beobachten“, sagt er. Seine Frau Liesel Huppert-Lavall begleitet ihn. „Ich brauche keine offenen Sonntage. Die sollten eigentlich freie Tage sein und der Erholung dienen“, meint sie kritisch. Man könne werktags alles Notwendige erledigen.

Geschäftsmann Michael Genth dazu: „Die vier offenen Sonntage sind okay. Mehr sollen es aber auch nicht werden. Sie sind ja deswegen attraktiv, weil sie selten sind.“
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