A62 Landstuhl - Nonnweiler Zwischen AS Nonnweiler-Otzenhausen und Dreieck Nonnweiler in beiden Richtungen Gefahr durch Tiere auf der Fahrbahn (12:50)

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Viele Unfalltote in Saarbrücken und Umkreis

  Regionalverband. Unfallstatistik 2008 für den Polizeibezirk Saarbrücken-Land: sieben Tote, 136 Schwerverletzte, 985 Leichtverletzte. Alle verunglückt in Saarbrücken, der Gemeinde Kleinblittersdorf oder einer der anderen Kommunen des Regionalverbandes. Hinter jeder Ziffer verbergen sich Leid, Schmerz oder Trauer um einen geliebten Menschen. Polizeirat Walter Paulus, der stellvertretende Leiter des Bezirks, und sein Team erinnern an die Schicksale hinter Ziffern und Prozenten.

Da war der Motorradfahrer (23), der am 26. April auf der Flughafenstraße in Ensheim auf einen abbiegenden Pkw prallte und noch an der Unfallstelle starb. Oder da waren die beiden Autoinsassen, die am 26. Oktober gegen 14 Uhr auf der L 163 in Höhe der Müllverbrennung Velsen verunglückten. Das Fahrzeug überschlug sich, stürzte etwa fünf Meter eine Böschung hinunter und prallte in einen Schuppen. Die Männer, 17 und 21 Jahre alt, starben im Auto. Obwohl sich die Zahl der Todesopfer 2008 im Vergleich zum Vorjahr halbiert hat, sieht Paulus keinen Grund zur Entwarnung. Denn die Zahl der Schwerverletzten stieg um 8,8 Prozent. Sein Fazit: „Die Zahlen sind, verglichen mit 2007, auf hohem Niveau geblieben.“

Der Blick auf die Statistik mit den Unfallverursachern zeigt: Die 18- bis 34-Jährigen stellen unter allen Altersklassen mit 356 Beteiligten die größte Gruppe. Vier der sieben Todesopfer waren 2008 aus der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Bei den Unfallursachen liegt im Bezirk Saarbrücken-Land anders als auf den verstopften Verkehrsadern des Bezirks Saarbrücken-Stadt überhöhte Geschwindigkeit ganz vorn. Denn in Saarbrücken-Land gibt es lange, oft unübersichtliche Landstraßen, wo Rasen tödlich sein kann.

Außerdem gibt es im Bezirk Saarbrücken-Land lebensgefährliche Begegnungen zwischen Autos und Natur: Wildwechsel. Auf ihr Konto gehen immer wieder schwere Unfälle. Ein Experte mahnt denn auch zur Vorsicht: der Jäger und Naturschutzbeauftragte Manfred Hoffmann aus Auersmacher. „Halten Sie sich unbedingt an Geschwindigkeits-Begrenzungen, wenn Sie ein Wildwechsel-Warnschild passiert haben.“ Eins steht zwischen Sitterswald und Auersmacher. Hoffmann: „Dort gab es erst gestern Abend einen Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Wildschwein.“ Das Tier floh. Jagdpächter Dominique Zinsius aus Auersmacher tut alles, es zu finden. „Jeder sollte sofort nach einem Wildunfall die Polizei benachrichtigen. Die informiert uns Jagdpächter. Tut man nichts, droht dem verletzten Wild ein qualvolles Ende.“ Frank Kohler  
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