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Vier Tote in Saarbrücken- Stadt

Deutlich mehr Schwerverletzte weist die Unfallstatistik des Polizeibezirks Saarbrücken-Land für 2008 aus. Aber die Beamten registrieren Unfälle nicht nur, sie entschärfen auch Stellen, wo es besonders oft kracht. Vier solcher Gefahrenzonen gab es 2008.

Saarbrücken. Sie sterben am 22. Februar 2008. Zwei jungen Männern wird in den Morgenstunden dieses Wintertages ihre Flucht vor der Polizei zum Verhängnis. Ihr Peugeot 205 kracht kurz hinter der Einfahrt zur Siedlung Folsterhöhe gegen einen Baum. Fahrer und Beifahrer sind nicht zu retten. Die beiden Fondpassagiere kommen schwer verletzt ins Krankenhaus. In der Statistik des Polizeibezirks Saarbrücken-Stadt, bestehend aus St. Johann, Alt-Saarbrücken, Malstatt und Burbach, spiegelt sich dieser folgenschwerste Unfall des vergangenen Jahres in der Spalte "Verunglückte" wider.

Insgesamt vier Tote gab es voriges Jahr auf den Straßen des Bezirks, einen mehr als im Jahr 2007. Außer den beiden Pkw-Insassen starben im vergangenen Jahr zwei Fußgänger auf den Straßen des Polizeibezirks. 98 Menschen erlitten schwere Verletzungen, 15 mehr als im Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 18,1 Prozent. Dagegen sank die Zahl der Leichtverletzten. 805 gab es 2007, 740 im vergangenen Jahr. Insgesamt verunglückten 2008 842 Menschen auf den Straßen des Polizeibezirks, 49 weniger als im Vorjahr.

Von den Verursachern der Unfälle mit Toten, Schwer- bzw. Leichtverletzten gehörten die meisten in die Altersklasse zwischen 18 und 44 Jahren. Dagegen waren Fahrer, die älter sind als 65 Jahre, nicht auffallend häufig unter den Verursachern schwerer Unfälle zu finden. Fazit von Polizeihauptkommissar Jürgen Wewer, Verkehrsexperte des Polizeibezirks Saarbrücken-Stadt: "Die Unfallzahlen gingen trotz des hohen Verkehrsaufkommens in unserem Bezirk zurück." Damit das so bleibt, hat die Polizei im Blick, wo es im Bezirk besonders häufig kracht. Passieren innerhalb eines Jahres fünf gleichartige Unfälle oder gibt es binnen drei Jahren fünf Unfälle mit Verletzten oder drei Unfälle mit Schwerverletzten, ist das ein Fall für die Unfallkommission. Dazu gehören Polizisten, der Leiter der Straßenverkehrsstelle und Vertreter der Behörde, die die Straße hat bauen lassen.

Voriges Jahr gab es folgende Unfallschwerpunkte: Die Kreuzungen Seebohm-/Langfuhrstraße in Burbach, Schillstraße/Friedrich-Engels-Straße in Malstatt und Julius-Kiefer-/Saargemünder Straße in St. Arnual. Weiterer Unfallschwerpunkt war die Dudweiler Landstraße am Güterbahnhof.

Um die Gefahrenzonen zu beseitigen, trat die Unfallkommission zusammen. Sie beschloss für die unfallträchtigen Kreuzungen in Burbach und Malstatt, dass dort zusätzliche Haltelinien an die Rechts-vor-links-Regel erinnern. In St. Arnual zeigt nunmehr eine Linksabbiegerampel dem Verkehr, der von der Julius-Kieferstraße Richtung Alt-Saarbrücken fährt, gesondert Grün.

Zuvor hatte es dort nach Abbiegefehlern immer wieder Zusammenstöße mit geradeaus Fahrenden gegeben.

Noch keine Trendwende erkennt Jürgen Wewer an der Dudweiler Landstraße, wo voriges Jahr auf der sich verengenden Fahrbahn ab dem Güterbahnhof Richtung Innenstadt wiederholt Autos seitlich zusammengeprallt waren.

Bisher haben weder eine neue Markierung noch eine Hinweistafel zum richtigen Einordnen gefruchtet.


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