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Villeroy & Boch: 900 Mitarbeiter müssen gehen

„Der Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Lage auch für uns deutlich verschärft, daher werden wir geplante strukturelle Maßnahmen schneller umsetzen als bisher vorgesehen“, sagt V&B-Vorstandschef Frank Göring.

Ziel ist der Neustrukturierung ist es, Kompetenzzentren für die Produktion zu schaffen. In beiden Sparten des Unternehmens Tischkultur, sowie Bad und Wellness, wird es in diesem Zusammenhang zu Werksschließungen kommen. „Wir müssen unsere Werke konzentrieren, damit wir auf höhere Stückzahlen kommen“, sagt Unternehmenssprecherin Almut Hähner-Ural Welche Standorte betroffen sind, will das Unternehmen heute Nachmittag bekannt geben.

Durch die Strukturmaßnahmen, die 2011 abgeschlossen sein sollen, erhofft sich Vorstandschef Frank Göring 50 Millionen Euro Ersparnis pro Jahr. Im Rahmen des Programms wird das Unternehmen in den kommenden zwei Jahren jeweils 25 Millionen in den Ausbau der bestehenden Werke stecken. Die Kosten der Maßnahmen beziffert das Unternehmen mit 60 Millionen Euro.

Villeroy & Boch verzeichnet aufgrund der Wirtschaftskrise massive Umsatzeinbrüche. Während der Hersteller im ersten Halbjahr noch ein Plus von 3,8 Prozent verzeichnete, ist im zweiten Halbjahr der Absatz in wichtigen europäischen Märkten wie Großbritannien und Spanien sowie in den USA stark eingebrochen. Insgesamt ist der Umsatz im Gesamtjahr um ein Prozent auf 840 Millionen Euro gesunken. In den ersten zwei Monaten des laufenden Geschäftsjahres verschärfte sich die Lage noch einmal: Die Umsätze sanken konzernweit bis Ende Februar 2009 um knapp 20 Prozent gegenüber Vorjahr.

Erst Mitte der Woche hatte Villeroy & Boch Kurzarbeit für seine Werke in Deutschland angekündigt. In den Bereichen Bad & Wellness sowie Tischkultur will das Unternehmen die Produktion bis Jahresende um rund 30 Prozent reduzieren und die Mitarbeiter für jeweils 12 Wochen in Kurzarbeit schicken. In der Verwaltung ist ein Tag Kurzarbeit pro Woche geplant. Betroffen sind hier 1800 der insgesamt 2800 deutschen Mitarbeiter. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 9250 Mitarbeiter.
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