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Völklingen bald mit Sonnenenergie

Nachrichten aus dem Raum Völklingen

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Völklingen. In Völklingen werden, sofern der Stadtrat den zugehörigen Bebauungsplänen zustimmt, bald mehrere Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie entstehen. Am Mittwochabend stellte Rudolf Krumm, Saar-Chef der RAG Montan Immobilien (MI) GmbH, drei Photovoltaik-Projekte vor, die die RAG auf früheren Bergbau-Betriebsflächen verwirklichen möchte. Auch nach dem Ende des Kohleabbaus im Saarland, sagte Krumm, bleibe das Bergbau- Unternehmen in der Region. Es werde mitarbeiten am Strukturwandel – und an der Energiewende.

Beim Engagement der RAG in Sachen erneuerbare Energien spiele Photovoltaik eine herausragende Rolle (siehe „Hintergrund“). Von den etwa 2350 Hektar Fläche, die die RAG im gesamten Land besitzt, seien etwa 310 für Photovoltaik geeignet. Mit drei kleineren Flächen in Völklingen, auf denen sich rasch bauen ließe – es sind keine Bodensanierungen mehr nötig und andere Nutzungen des Geländes nicht in Sicht – will die RAG beginnen. Zwei der drei Flächen liegen auf dem ehemaligen Fürstenhausener Kokereigelände. Es geht einerseits um das so genannte Landschafts- oder Umlagerungsbauwerk; dort hatte man bei der Flächensanierung ausgebaggerte Kokerei-Schadstoffe aufgetürmt und in einem Folien-„Sarkophag“ gesichert. Die Südflanke des Hügels, etwa zwei Hektar groß, soll nun mit Solar-Modulen bestückt werden. Außerdem steht das „Nordband“ zur Debatte, ein sechs Hektar großer Streifen zwischen den Bauten der Meeresfischzuchtanlage und Fenne.

Wobei, wie Nachfragen der Ausschussmitglieder ergaben, der Grünstreifen erhalten bleiben soll, der jetzt das Gewerbegebiet von der Wohnbebauung trennt. Blendungen durch Solarmodule seien also wohl vermeidbar, antwortete Krumm auf eine entsprechende Frage, zumal die Solarmodul-Hersteller heute Energie-Erzeuger mit blendfreien Oberflächen anböten. Zur Blendungs- Problematik werde es aber noch ein Gutachten geben.

Für Photovoltaik vorgesehen ist außerdem das Kohlelager an der alten Grube Velsen. Genauer: dessen Völklinger Teil – durchs Gelände ziehen sich Gemarkungsgrenzen, weitere Teile gehören zu Saarbrücken und Großrosseln. Diese Fläche ist etwa vier Hektar groß. Alle drei geplanten Anlagen sind nach Krumms Auskunft nicht für die Ewigkeit gedacht. Sondern für 20 Jahre, mit der Möglichkeit, zweimal um je fünf Jahre zu verlängern, wenn die Anlage dann noch in Ordnung sei. Eine Geld-Reserve für den späteren Rückbau sei garantiert.

Der „Energiepark“ Luisenthal – in dessen Konzept ist ebenfalls Photovoltaik geplant – sei noch nicht spruchreif, sagte Krumm. Zu diesem Thema, versprach er, werde es im Herbst noch einmal eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben.

HINTERGRUND

Für Solar-Energie ist das Saarland gut geeignet, weil von der Sonne verwöhnt: Durchschnittlich 1160 Kilowattstunden Sonnenenergie pro Quadratmeter und Jahr gibt es hier. In Deutschland ist nur der Breisgau noch sonniger: rund 1220 Kilowattstunden Sonnenkraft pro Quadratmeter und Jahr. dd

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