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Völklingen lädt nun Freizeitkapitäne zum Anlegen dicht beim Weltkulturerbe ein

Völklingen. Die Stadt Völklingen lädt seit gestern Freizeitkapitäne zum Gratisparken dicht beim Weltkulturerbe ein. 100 Meter lang ist die Schwimmsteganlage auf Innenstadt-Seite bei der Wehrdener Saarbrücke, die gestern eingeweiht wurde. Je nach Länge finden dort zehn bis 15 Boote einen Liegeplatz und können an Zapfsäulen Strom tanken. Wasserversorgung ist auch vorgesehen, aber die Leitung ist noch nicht so weit vorgedrungen.

Der Schwimmsteg ist an beweglichen Auslegern („Schoorbäumen“) verankert und steigt und fällt mit dem Wasserstand. Hohe Metalltore sichern den Zugang ab. Rein kommt man nur über ein Schloss mit Zahlencode. Diesen können Freizeitkapitäne, wenn sie gelandet sind, telefonisch bei der Feuerwehrzentrale erfragen.

Ursprünglich war an dieser Stelle ein richtiger Hafen vorgesehen, aber dem Bund ging beim Saarausbau das Geld dafür aus (siehe „Rückschau“). Auch der Bau des Schwimmstegs war nicht ganz einfach. Ursprünglich sollte er schon Ende Mai zum Saarfest in Betrieb gehen. Dann war die Einweihung zum 1. September vorgesehen. Doch sie wurde vorschoben, weil Fachleute an den Toren noch einen (gefährlichen) Rückschlag feststellten. 480.000 Euro hat die Anlage gekostet. Es bleibt aber nur ein Zehntel an der Stadt hängen, weil der Bund 90 Prozent über das Unesco-Welterbestättenprogramm finanziert.

Der Schwimmsteg ist Teil eines Projektes zur Aufwertung des früheren Schleusengeländes an der Saarbrücke.  Da liegt vor allem auch das historische Schleusenwärtergehöft, das derzeit aufwendig saniert wird. Wie Oberbürgermeister Klaus Lorig mitteilte, wird dort neben DLRG und Drachenbootverein auch das Wasserrettungsboot der Feuerwehr in unmittelbarer Flussnähe seinen Platz finden. Das Schleusenwärtergehöft, Sanierungskosten laut Plan 1,7 Millionen Euro, sollte ebenfalls schon zum Saarfest fertig sein. Der Architekt, der beim Richtfest im vergangenen Dezember noch „mit seinem Kopf“ für diesen Termin haften wollte, ist laut Lorig inzwischen aus dem Projekt ausgeschieden. Lorig: „Wir arbeiten jetzt mit eigenen Kräften daran.“ Wenn das Haus nicht bis Jahresende fertig ist, könnten Fördermittel aus dem Welterbeprogramm (insgesamt eine Million Euro) verfallen.

Hintergrund
Der Völklinger Hafen sollte laut dem offiziellen Planfeststellungsbeschluss von 2002 im Anschluss an den denkmalgeschützten Schleusenkanal samt Schleusenwärterhaus an der Wehrdener Brücke entstehen. Er sollte rund 150 Meter lang, 40 bis 45 Meter breit und drei Meter tief ausgebaut werden. 40 bis 50 Liegeplätze für Schiffe hätten in dem Hafenbecken untergebracht werden können. Der Plan wurde 2007 wegen Geldmangels vom Bund zu den Akten gelegt. er
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