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Völklingen will jetzt Kosten für Sportstätten auf den Prüfstand stellen

Von SZ-Redakteurin Doris Döpke

Völklingen. Mögen Sportvereine in Völklingen auch mal klagen über schlechte Trainingsbedingungen, über Mängel an den Sportplätzen und -hallen, über knappe Finanzen – es geht ihnen ausgesprochen gut. Viel besser jedenfalls als Vereinen mit anderem Arbeitsschwerpunkt. Und besser als Vereinen in anderen saarländischen Kommunen. Denn die Stadt stellt ihnen kommunale Sportanlagen unentgeltlich zur Verfügung, baut sogar nach Kräften neue Sportplätze. Die Stadt kümmert sich um Unterhaltung und Sanierung der Sportstätten. Die Stadt zahlt die Rechnungen für Strom, Wasser und Heizung. Zudem gewährt sie Vereinen sogar Zuschüsse, wenn sie Energie sparen.

Doch das wird nicht so weitergehen. Angesichts der Schuldenbremse, die zu strukturellen Einsparungen im Stadthaushalt zwingt, kann Völklingen sich immer weniger freiwillige Ausgaben leisten. Bei der Kultur wurde bereits der Rotstift angesetzt. Und bei den bevorstehenden Stadtrats-Debatten über den Haushalt 2013, sagte Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) im SZ-Gespräch, werde es auch um den Sport gehen. Auf etwa 120.000 Euro jährlich beziffert Lorig allein die Energiekosten für städtische Sportstätten.

Rund 130.000 Euro im Jahr wende die Stadt fürs Bauen an Sportanlagen auf. „Das kann die Stadt nicht mehr“, sagt er. Um das klarzumachen, habe es ein Treffen mit allen Vereinen gegeben. Derzeit stelle die Verwaltung Zahlen und Fakten zum Thema Sportstätten zusammen. Als Grundlage für die Haushaltsberatungen des Stadtrats; der müsse über den künftigen Umgang mit den Vereinen entscheiden.

Dabei, so ist von Kommunalpolitikern verschiedener Couleur zu hören, sei auch darüber zu reden, wie die Vereine jenseits des Sports die kommunalen Anlagen nutzen. Getränkeverkauf im Vereinslokal, Untervermietung des Clubheims für private Feste, wobei der Gewinn jeweils die Vereinskasse aufbessert – da müsse man unbedingt genauer hinsehen.
Andererseits, so formuliert es der SPD-Stadtverordnete Norbert Degen, „haben die Vereine ja eine soziale Aufgabe“. Nur, fügt er hinzu, müssten sie die auch wahrnehmen.


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