A623 Friedrichsthal Richtung Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Herrensohr und Einmündung Rodenhof Bauarbeiten, linker Fahrstreifen gesperrt, Stau zu erwarten bis 19.10.2017 05:00 Uhr (17.10.2017, 16:49)

A623

Priorität: Dringend

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Völklingens Polizei notierte 2012 mehr Einbrüche als je zuvor

In Völklingen und im Warndt gab es 2012 so viele Einbrüche wie nie zuvor.

In Völklingen und im Warndt gab es 2012 so viele Einbrüche wie nie zuvor.

„Wir sind nicht die Insel der Glückseligen, aber die Zustände sind auch nicht Besorgnis erregend“, so kommentierte Hermann-Josef Flesch die polizeiliche Kriminalstatistik für Völklingen und den Warndt im Jahr 2012. Das „Thema schlechthin“ war für den Leiter des Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Völklingen die „gestiegene Qualität“ der Einbrüche. Insgesamt wurden im vorigen Jahr in Völklingen 92 Einbrüche in Häuser und Wohnungen aktenkundig (Vorjahr 66), in Großrosseln waren es 16 Taten (statt 18 im Jahr 2011). Als Täter rückten vor allem einreisende Rumänen ins Visier der Polizei, nach Worten von Flesch Profis, die mit Abarbeitungslisten anpirschen, ihre Objekte genau auskundschaften und im Kleingruppenverbund arbeiten. Vor allem Häuser der gehobenen Klasse erweckten ihr Interesse.

Den Ermittlern seien allerdings die Sensibilisierung der bedrohten Bevölkerung und auch Festnahmen gelungen, so dass sich die Gruppe inzwischen verzogen habe. Erfreulich entwickelte sich das breite Spektrum der „Straßenkriminalität“, die vom Handtaschenraub über Autoaufbrüche bis zur Anpöbelung durch Betrunkene im Park reicht. Auch dank eines öffentlichkeitswirksamen Konzeptes, bei dem Jugendtreffs und Brennpunkte oft bestreift werden, wurden diese Delikte in Völklingen von über 700 auf 580 reduziert. Auch die Zahl der Körperverletzungen ging von knapp 400 auf 370 zurück. Flesch zeigte sich erneut als Anhänger der „guten alten Sperrstunde, die uns einige Probleme nach ein Uhr nehmen würde“. Vor allem im Umfeld der Automatenspielhallen und am Bremerhof in Naßweiler gebe es in diesem Zusammenhang relativ viele Einsätze. Flesch vermied es aber ausdrücklich, von „Brennpunkten der Kriminalität“ zu sprechen.

Es gibt demnach in der Region keine rechtsfreien Räume, in die sich keiner mehr hineintraut. Alles in allem stieg die Zahl der polizeilich erfassten Taten im vergangenen Jahr in Völklingen um etwa fünf Prozent auf 3471. Diese Entwicklung ist identisch mit dem Landestrend. Das statistische Risiko, in Völklingen Opfer einer Straftat zu werden, war 2012 mit 8779 Taten je 100 000 Einwohner etwa halb so groß wie in Frankfurt und immer noch deutlich geringer als beim saarländischen „Spitzenreiter“ Saarbrücken (13 626). In Großrosseln, wo es 479 statt 372 Straftaten gab, stieg diese Wahrscheinlichkeit außergewöhnlich stark, nämlich um über 30 Prozent auf 5726 Taten je 100 000 Bewohner. In der langfristigen Betrachtung ist die Warndtgemeinde damit wieder so „sicher“ oder „unsicher“ wie vor sieben und acht Jahren.

Die steigenden Zahlen sind in beiden Kommunen maßgeblich auf Vermögens- und Fälschungsdelikte beim Warenversand und bei Bestellungen im Internet zurückzuführen. Diese Computer-Kriminalität war vor 15 Jahren noch so gut wie unbekannt und bindet heute viel Personal und Zeit. Bedauerlicherweise haben die Ermittler hier selten Erfolgserlebnisse, denn Hacker aus Malaysia lassen sich kaum aus der Völklinger Cloosstraße festnehmen. Mit Aufklärungsquoten von 55 Prozent in Völklingen und 50 Prozent in Großrosseln steht die örtliche Polizei aber immer noch überdurchschnittlich erfolgreich da.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein