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Völklinger Messerstecher kommt in Psychiatrie

Saarbrücken. Auf offener Straße war ein Familienvater aus Völklingen mit einem Messerstich in den Rücken schwer verletzt worden. Seit der Tat im April vergangenen Jahres ist er in psychologischer Betreuung. Wann der ehemalige Leitungsbauer wieder arbeiten kann, ist ungewiss. Wichtige innere Organe wurden verletzt. Das Landgericht verurteilte den als schuldunfähig eingestuften Täter jetzt zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Vollzug der Anordnung wurde allerdings gegen strenge Auflagen zur Bewährung ausgesetzt.

Plötzlich mit  Messer in  Rücken gestochen

In gewisser Weise wurden beide Männer Opfer einer heimtückischen Krankheit – einer so genannten paranoiden halluzinatorischen Psychose. Der Täter arbeitete bisher unauffällig als Helfer in einem Gartenbaubetrieb. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Opfer traf er in einem Internetcafé in Völklingen. Vor Gericht berichtete das spätere Opfer, dass man gemeinsam eine Tasse Tee getrunken habe und er dann zu seinem Auto auf der gegenüberliegenden Straßenseite gegangen sei. Der Täter sei ihm gefolgt – und stach ihm dann urplötzlich mit einem Messer in den Rücken. Wenig später ließ er sich von einem Passanten widerstandslos das lange Küchenmesser aus der Hand nehmen. Das schwerverletzte Opfer wurde ins Saarbrücker Winterbergkrankenhaus gebracht und lag mehrere Tage im Koma.

Erst vom Arzt die Tat erfahren

Vor Gericht und bei der psychiatrischen Begutachtung konnte sich der Täter an nichts erinnern. Er wurde nach der Tat wegen seines gestörten Zustandes in eine Klinik eingeliefert. Vom Arzt habe er dann erst erfahren, was er getan hatte. Noch in der Klinik habe er seinem Opfer einen Brief geschrieben und um Entschuldigung gebeten. Zur Zeit befindet er sich in einer psychiatrischen Tagesklinik. Seine Ärztin bescheinigt ihm gute Mitarbeit bei der Therapie. Bei der Medikamenteneinnahme sei er „sehr, sehr zuverlässig“.

Obwohl der Mann immer noch als gefährlich gilt, sprachen sich alle Prozessbeteiligten dafür aus, die notwendige zwangsweise Unterbringung gegen strenge Auflagen zur Bewährung auszusetzen. Seine Familie, ein Betreuer und ein Bewährungshelfer werden sich jetzt um ihn kümmern. jht

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