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Völklinger Stadtrat dankt seiner Freiwilligen Feuerwehr

Jede Minute zählt bei der Menschenrettung aus verqualmten Gebäuden. Doch bei manchen Notfällen müssen auch gut trainierte Wehrleute erleben, dass sie zu spät kommen. Drehleitern und versierte Besatzungen leisten auch nützliche Dienste, wenn Kranke nicht durch enge Treppenhäuser transportiert werden können. Und dort, wo die Drehleiter nicht hinkommt, seilen sich auch schon mal geschulte Höhenretter ab.

 445 Völklinger engagieren sich bei der Freiwilligen Feuerwehr – 297 im aktiven Dienst, 73 in der Jugend und 75 in der Alterswehr. Ihre Arbeit hat Stadt-Wehrführer Herbert Broy mit eindrucksvollen Bildern und Beispielen vor dem Hauptausschuss des Völklinger Stadtrates geschildert.

Die Statistik, hinter der in vielen Fällen auch Schicksale stehen: 2013 gab es 269 Einsätze, 29 davon Fehlalarme. Bei 105 Einsätzen ging es um technische Hilfe, zum Beispiel die Bergung von Verunglückten aus Autowracks. 38 Personen konnten gerettet, sieben Menschen nur noch tot geborgen werden. 85-mal rückte die Völklinger Feuerwehr im vergangenen Jahr zu Bränden aus. Dabei wurden 37 Menschen (und auch acht Tiere) gerettet.

Was Grundsatzfragen mit der Chemieplattform Carling angeht, muss die Völklinger Feuerwehr passen. Sie hat zwar Messgeräte, aber diese sind laut Broy nicht geeignet, um Langzeitmessungen durchzuführen. Ansonsten hat die Feuerwehr bereits vor Jahren einen umfangreichen Einsatzplan für den Fall einer Chemie-Katastrophe erarbeitet.
Bei 191 Terminen im vergangenen Jahr ging es um vorbeugenden Brandschutz. Dabei schauten sich Experten der Feuerwehr zum Beispiel auch an, was man tun muss, um den Sportbetrieb unter Baustellen-Bedingungen in der Lauterbachhalle zu ermöglichen.

 Die einzelnen Löschbezirke in der Stadt sind laut Broy technisch und personell gut bis zufriedenstellend aufgestellt. „Sorgenkind“ sei aber Geislautern mit seinem völlig veralteten Gerätehaus. Die Stadt hat bereits das frühere Volkshaus von der Kirchengemeinde gekauft, um dort einen Neubau zu errichten. „Da sparen wir lieber an dem einen oder anderen Fest als an der Feuerwehr“, sagte CDU-Fraktionschef Stefan Rabel. Sein SPD-Amtskollege Erik Kuhn pflichtete ihm („auch als ehemaliges Mitglied der Grubenwehr“) bei.
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