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Völklinger Stadtrat diskutiert über Eindringlinge in Leerstände

Völklingen. Der Völklinger Stadtrat hat am Mittwochabend auf Drängen der CDU hin ein Thema aufgearbeitet, das die SZ am 23. August unter der Überschrift „Eindringlinge holen sich den Kick“ an die Öffentlichkeit gebracht hatte. Wie berichtet, waren Unbekannte wiederholt in leer stehende Gebäude wie Ex-Kaufhof und angrenzendes Parkhaus in der Innenstadt eingedrungen. Einige hatten sich sogar mit Filmchen im Internet gebrüstet.

Es sei „sehr gefährlich“, wenn mit Einstellen dieser Filme ins Internet „auch noch Reklame gemacht“ werde, warnte am Mittwochabend Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU) in der Sitzung des zuständigen Stadtrats-Ausschusses. Zumindest der spektakulärste Vorfall, ein nächtlicher Brand am 27. Juli in einem leer stehenden Wohnhaus neben dem Parkhaus, scheint inzwischen geklärt. Wie Völklingens Polizeichef Werner Michaltzik vor dem Ausschuss berichtete, sitzt ein Obdachloser als Tatverdächtiger in Haft. Der Mann, der früher in dem Haus wohnte, soll über eine Feuerleiter eingedrungen sein und dann sein Bettzeug angezündet haben.



Fundgrube für Metalldiebe

Doch ansonsten blieb noch vieles unklar. „Einen ganzen Abend lang“ könne man sich die Filme der Eindringlinge im Internet ansehen, falls man wolle, berichtete Ausschussmitglied Gerold Fischer (Grüne). Fischer hat bei seinen Recherchen acht Tatorte in der Innenstadt (einschließlich Saarstahl-Casino und früherem Michaelskrankenhaus) identifiziert.  Laut Bürgermeister Bintz und Michaltzik interessieren sich neben abenteuerlustigen jungen Leuten und Obdachlosen vor allem Metalldiebe für diese Leerstände. Wobei sie damit rechnen müssen, zum Beispiel rund um die Pumpen im Keller des Kaufhofs auf noch stromführende Kabel zu stoßen.

Seit Bekanntwerden der Vorfälle geht laut Bintz dreimal pro Nacht ein privater Wachdienst an den betroffenen Gebäuden in der Innenstadt vorbei. Türen seien zugeschweißt, Gitter angebracht, Zugänge zugemauert worden. Wobei aber auch in einem Fall eine solche Mauer dann („mit schwerem Gerät“) aufgebrochen sei. Ein Tor wurde inzwischen mit einem massiven Trapezblech verrammelt. Insgesamt wurden laut Bintz von städtischer Seite aus seit 2008 rund 100 000 Euro in die Sicherung von Ex-Kaufhof und Umgebung gesteckt. Wobei diese aber dennoch, wie Bintz betonte, „nicht zu 100 Prozent abzusichern“ seien. Zumindest sollten jetzt noch Schilder mit dem Text „Betreten verboten“ aufgestellt werden.

Michaltzik wandte sich gegen den Eindruck, dass die Eindringlinge „ein riesiges polizeiliches Problem“ darstellten. Seine Beamten seien im laufenden Jahr siebenmal am Ex-Kaufhof im Einsatz gewesen und hätten dabei auch Metalldiebe gestellt. Und: „Der Termin des Abrisses rückt näher“, meinte der Polizeichef mit Blick auf die Planungen fürs City-Center. Damit hätte sich zumindest beim Ex-Kaufhof und beim Parkhaus das Problem der Eindringlinge von selbst erledigt.
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