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Vom Schicksal gezeichnet: Saarländerin kämpft für 17-jährige Teresita

Teresitas Gesicht ist diagonal gespalten. Sie braucht noch mehrere Operationen, um ein normales Leben führen zu können. Foto: ILse Kreuter

Teresitas Gesicht ist diagonal gespalten. Sie braucht noch mehrere Operationen, um ein normales Leben führen zu können. Foto: ILse Kreuter

Teresita de Jesús aus Peru kämpft um ein normales Leben. Die 17-Jährige kam mit vielen angeborenen Missbildungen auf die Welt. Eine diagonale Spaltung entstellt ihr Gesicht. Sie hat nur einen Unterschenkel, ihre Hände sind verkrüppelt, auch der vorhandene Fuß ist so missgebildet, dass er immer klein bleiben wird. Ein Mädchen – vom Schicksal gezeichnet.

Die pensionierte Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Ilse Kreuter kümmert sich schon seit 15 Jahren um das Mädchen : „Teresita war über die Jahre hinweg so tapfer und hat nie ihre Lebensfreude verloren“, sagt die 78-Jährige. Dank Spenden der SZ-Leser wurde Teresitas Leben schon vereinfacht. 2002 bekam sie eine Beinprothese, 2003 in Trier eine Unterlidplastik und 2006 führte Oberarzt Heiko Landau an der Homburger Uniklinik eine Rachenoperation durch. „Die Rachen-Veloplastik war eine sehr schmerzhafte Operation“, erläutert Kreuter. Vorher habe das Mädchen die Verschlusslaute g und k gar nicht aussprechen können, jetzt ist das kein Problem mehr.

Doch Teresita brauche, so Kreuter, noch etliche Operationen, um ein normales Leben führen zu können. Zum Beispiel eine Korrektur der Nasenspitze, eine Tränenwegkanüle und auch einen neuen Prothesenfuß. „Eine Nasenscheidewandkorrektur würde ihr das Atmen deutlich vereinfachen“, sagt die St. Arnualer Ärztin. Unter ihrem asymmetrischen Gesicht leide Teresita sehr. Auch dieses Mal soll Landau das Mädchen operieren. Seit Sonntag ist Teresita wieder im Saarland und hofft jetzt auf die Unterstützung der Saarländer.

Die Beziehung zwischen der pensionierten Ärztin und Teresita ist innig. Für das Mädchen ist Kreuter die „Abuelita“, das ist spanisch und bedeutet „Großmütterchen“. Und auch Kreuter bezeichnet das peruanische Mädchen als ihre Enkelin. „Viele fragen mich, wie es der Kleinen geht. Die Kleine ist aber nicht mehr klein, sie ist jetzt eine junge Frau“, erzählt Kreuter lächelnd.

Kreuter wurde selbst in Peru geboren, auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln lernte sie Teresita in Chiclayo im nördlichen Peru kennen. „Ich habe einen Artikel über sie in einer peruanischen Tageszeitung gelesen“, erinnert sich Kreuter. Sie sei sich sofort sicher gewesen, dass dem Mädchen geholfen werden kann. „Ich bin hingefahren, habe sie untersucht und war mir nach ein paar Minuten sicher, dass da etwas getan werden muss“, sagt die Ärztin. Ab diesem Tag übernahm Kreuter die medizinische Betreuung der Kleinen.

Teresita hat die ersten Jahre ihres Lebens in einem Armenhospital verbracht. „Ihre Mutter war bei der Geburt erst 16 Jahre alt und ließ sie im Krankenhaus zurück“, erläutert Kreuter. Als Teresita drei Jahre alt war, sei sie aber in Peru von einer liebevollen Familie adoptiert worden. „Sie ist heute so eine intelligente, junge Frau“, erzählt Kreuter stolz. Teresita möchte, so die Ärztin, Psychologie studieren und mit schwerbehinderten Kindern arbeiten. „Ihre eigenen Erfahrungen möchte sie weitergeben“, erzählt Kreuter.

Wer Teresita helfen möchte, kann auf das Konto „Teresita“ von Dr. Ilse Kreuter bei der Bank1Saar Saarbrücken , IBAN DE04591900000186501012, BIC SABADE5S, Stichwort: „Teresita“, spenden.
 
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