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Von wegen Entführung – alles erfunden!

Dann steigt auch noch ein Fremder ins Auto des Opfers, setzt sich auf die Rückbank. Der Gekidnappte fährt seine Entführer ins Saarland. Irgendwo in Saarbrücken muss er sie absetzen. Dann flüchten die beiden unerkannt zu Fuß. Wo ihn die Täter sich allein überlassen, kann der junge Pfälzer der Polizei allerdings nicht sagen. Dafür kenne er sich zu wenig in der saarländischen Landeshauptstadt aus. Das alles hat sich scheinbar an Silvester zugetragen.

Doch denkste! Alles gar nicht wahr – erfunden, erstunken und erlogen. Das hat gestern ein Sprecher der ermittelnden Polizei in Pirmasens überraschend mitgeteilt. Doch was um alles in der Welt hat den Mann nur dazu bewogen, den Kriminalbeamten solch eine Geschichte aufzutischen? Antwort: Dessen Freundin – oder vielmehr die Angst vor ihr. Denn verzweifelt suchte der junge Mann eine Ausrede, um ihr seine Verspätung plausibel zu machen. An eine Anzeige bei der Zweibrücker Polizei dachte er da noch nicht.

Wie der Zweibrücker Oberstaatsanwalt Norbert Dexheimer gestern sagte, habe die Frau ihn aber dazu gedrängt. So geschockt sei sie von diesem vermeintlich unfassbaren Geschehen gewesen. Das tat er dann auch. Doch während des langen Verhörs seien die Ermittler zunehmend stutzig geworden. Immer mehr verstrickte sich der Zweibrücker in Widersprüche. Dann rückte er mit der Wahrheit heraus. Er gestand: Es gab keine Entführung.

Warum er zu spät gewesen war, wusste die Polizei nicht. pmn/hgn

Vortäuschung einer Straftat – das ist auch eine Straftat. Und genau das hat der junge Zweibrücker(23) gemacht, als er der Polizei die erfundene Entführung auftischte. Darauf stehen laut dem Zweibrücker Oberstaatsanwalt Norbert Dexheimer eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Gefängnis. In diesem Fall aber geht der Anklagevertreter von „keiner großen Strafe“ aus. Der Grund: Es sei kein großartiger Schaden entstanden. Außerdem habe der Pfälzer mit seinem Geständnis zur Aufklärung beigetragen.

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