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Vorbereitungen für Biosphärenfest laufen auf Hochtouren

Nicht nur zum Sonnenaufgang eine Reise wert: das Biotop in Beeden.

Nicht nur zum Sonnenaufgang eine Reise wert: das Biotop in Beeden.

Beeden. Im weiten Grün des Beeder Biotops grasen Wasserbüffel, sonnen sich Graureiher, klappern Weißstörche in ihren Horsten mit den Schnäbeln – Idylle pur. Doch oberhalb des Biotops könnte der Kontrast nicht größer sein. Hier wird gebohrt und gehämmert, geschliffen und gesägt. Die letzten Vorbereitungen für das Biosphärenfest am Sonntag laufen. Die große Bühne steht schon, die ersten Bierstände ebenfalls. Von den 84 Marktbeschickern ist noch wenig zu sehen. Nur die Stände der Städte St. Ingbert und Homburg stehen etwas verloren am Rande des Sportplatzes. Eine Kehrmaschine dreht ihre Runden, säubert die Straße, bis sie blitzblank daliegt. Roter Staub von den angrenzenden Sportplätzen weht über den Platz.

Zwei Damen vom Biosphärenzweckverband markieren in Neongrün, wo die einzelnen Stände stehen werden, fein säuberlich um die parkenden Autos herum. Zwei Männer in Zimmermanns-Kluft schlagen Nägel in die Holzhütte, an der das Grillfleisch verkauft werden soll. Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner ruft ihnen letzte Anweisungen zu, er hat die Hütte spendiert. Er und Pia Schramm vom Biosphären-Zweckverband haben in diesen letzten Tagen vor dem großen Ereignis alle Hände voll zu tun. Ein Auto versperrt den Weg zur „Essmeile“, Strom- und Wasseranschlüsse wollen organisiert sein, und die zusätzlichen Toiletten sind auch noch nicht fertig. Aber: „Wir liegen voll im Zeitplan“, beruhigt Wagner. Und schließlich ist er ein alter Hase, was das Organisieren von Festen angeht. Zwölf Veranstaltungen stellt er jedes Jahr auf die Beine, erzählt er. Das Biotopfest, das Heringsessen, den Martinsumzug… er hat Routine. Und er ist froh, dass das Biosphärenfest dieses Jahr in Beeden stattfindet: „Es war ein harter Kampf, das Fest hierherzuholen.“ Doch das Programm überzeugte, Beeden setzte sich gegen die Mitbewerber durch. Wagner zählt ein paar Höhepunkte auf: An vorderster Stelle der 40 Meter hohe Kran, der den Besuchern einen besonderen Blick auf das Biotop bieten wird. Der Stadtwald Blieskastel wird ein Pferd zum Holzrücken einspannen und für die Kleinen ist eine Kasperle-Vorführung geplant.

Mit bis zu 10 000 Besuchern rechnen die Veranstalter. Dabei fing alles ganz klein an: „Ursprünglich war es als Fest geplant, das von Hof zu Hof zieht“, erzählt Pia Schramm. Knapp 15 Stände gab es damals, heute sind es 84. Schnell wurde klar, dass der Plan nicht aufging. Ein größerer Rahmen musste her. Seitdem findet das Fest jedes Jahr in einer anderen Gemeinde statt.

In diesem Jahr ist das Fest der Natur so nah wie nie – direkt am Beeder Biotop. Schramm ist überzeugt, dass das viele Besucher anziehen wird. Der stressigste Moment steht ihr noch bevor: „Am Sonntag, kurz bevor es losgeht, denke ich immer, das kann nicht funktionieren.“ Doch es funktioniert – jedes Jahr aufs Neue.
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