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Vorbereitungen für den neuen Ford Focus laufen

Saarlouis. Thomas Klein, seit Oktober vergangenen Jahres Werksleiter bei Ford in Saarlouis, hat ein arbeitsreiches Jahr vor sich. Neben der laufenden Produktion des Ford Focus als Kombi (Turnier) und Fünftürer, der Großraum-Variante C-Max und des Mehrzweckautos Kuga müssen er und seine Leute das Werk für den neuen Focus III vorbereiten, der ab Dezember von den Bändern laufen soll und diese Woche bei der US-Autoshow in Detroit vorgestellt wurde. Außerdem findet mit dem Ford-Werk im spanischen Valencia ein Produkttausch statt. Der C-Max wird künftig auf der iberischen Halbinsel montiert. Im Gegenzug wird die komplette europäische Focus-Fertigung in Saarlouis konzentriert („Single Source") – inklusive dem viertürigen Focus mit Stufenheck und abgetrenntem Kofferraum. Das Ford-Werk auf dem Saarlouiser Röderberg produziert ab dann den Focus für 60 Länder weltweit. „Das bedeutet natürlich eine große Herausforderung für uns", sagt Klein. „In fast jedem Land gelten andere technische Bestimmungen, die wir beachten müssen".

In Saarlouis investiert Ford einen Millionenbetrag, um den neuen Focus III in den Markt zu bringen. Die gesamte Fertigung wird aufgefrischt und umgebaut – vom Presswerk über den Karosserie-Rohbau mit einer neuen Generation von Schweiß- und Transport-Robotern bis hin zu Lackiererei und zur Endmontage. So wird nach Angaben von Thomas Klein in die Lackiererei investiert, in der künftig ein völlig neues Lackierverfahren angewendet wird. Mehrere Millionen Euro kosteten eine neue Spritzguss-Anlage, wo die Plastikschürzen für den neuen Focus gegossen werden, und ein neuer Abluft-Sammelkanal.

Hinzu kommen zahlreiche Trainingseinheiten für die Mitarbeiter, in denen „sie jeden Handgriff üben müssen, um später die ihnen zugedachten Montageschritte zu beherrschen", sagt Klein. Immerhin sind das bis zu 5000 Teile, „deren Einbau beim Produktionsanlauf sitzen muss".

Außerdem wird in Teilen des Presswerks, wo die Blechteile für den neuen Ford Focus gestanzt werden, schon heute mit den neuen Form-Werkzeugen gearbeitet. Wenn die Echt-Fertigung anläuft, darf man sich auch an dieser Ecke keinen Ausschuss mehr leisten. Das vergangene Jahr lief für Ford in Saarlouis besser als zunächst gedacht. „Wir hatten für das Jahr 2009 ein konservatives Fertigungsziel von 300000 Autos geplant, am Ende waren es trotz der Krise in der Automobilindustrie 340000 Wagen", blickt Thomas Klein zurück. Auch für dieses Jahr sind 300000 Autos geplant. Von den mehr als 1900 Pkw, die derzeit das Ford-Werk auf dem Saarlouiser Röderberg täglich verlassen, entfallen rund 1100 auf den Focus in allen Varianten, 400 auf den C-Max und 400 auf den Kuga.

Das Jubiläum „40 Jahre Ford-Autoproduktion in Saarlouis" soll „eher bescheiden gefeiert werden". Geplant ist unter anderem eine Oldtimer-Rallye. Außerdem soll der 2000. Lehrling, der bei Ford in Saarlouis seine Ausbildung absolviert, besonders geehrt werden. Darüber hinaus steht im September 2010 auf dem Röderberg noch ein weiteres Jubiläum an: Es wird das zwölftmillionste Auto gebaut.

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