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Vorerst Ende der Almgaudi in Reden - Hütten droht das Aus

Den Almhütten auf der Bergehalde Reden droht das Aus.

Den Almhütten auf der Bergehalde Reden droht das Aus.

„Wir sind mit dem gesamten Engagement von FunBerg unzufrieden.“ Dieses harte Urteil fällt Heinz-Peter Klein, seit Ende 2014 neuer Standortmanager für den „Erlebnisort Reden “. Er sagt damit nichts Neues. Die Querelen zwischen der landeseigenen Strukturholding Saar (SHS), deren Prokurist Klein ist, und der Ottweiler Investorengemeinschaft FunBerg Saar GmbH reichen fast schon in die Zeit zurück, als die Erbpachtverträge unterschrieben wurden. Das war 2012. Denn anders als von FunBerg versprochen und vertraglich vereinbart, wurde der alpine Familien-Spaßpark auf der Halde niemals wahr.

Die dafür notwendige Transportbahn („Haldenmetro“) kam wegen vermeintlicher baulicher Unwägbarkeiten und TÜV-Problemen nie ins Rollen, die ursprüngliche Acht-Millionen-Investition schrumpfte auf das, was schnell machbar war und unmittelbar Profit brachte: zwei Hütten-Lokale. Durch die SR3-Sommeralm wurden sie zur Partysensation und zum Massen-Pilgerziel. Doch als Halden-Nutzungskonzept war und ist das der SHS zu wenig, die den Auftrag hat, den Standort nach vorne zu bringen.

Also gab es Stress mit FunBerg und bereits einen untauglichen Versuch, jemand anderen zu finden. Doch laut Klein häuften sich Beschwerden insbesondere von auswärtigen Gruppen bezüglich des Service und der Speisenqualität in den Hütten. „Das geht nicht, es schadet dem Standort. Wir wollen ein anderes Niveau gewährleisten.“ Vor allem auch: einen Transport für Alte und Gehbehinderte auf das Plateau. Der von FunBerg organisierte Fahrdienst funktioniere nicht zuverlässig, so Klein. Der Manager führt all die Defizite auf die Unerfahrenheit der Ottweiler Investoren in der Gastronomie zurück.

Fazit: Jetzt sollen Profis ran. Solche, die nicht nur Lokale managen können, sondern auch die Transportbahn betreiben. Obwohl die, für sich genommen, keinen Profit abwerfe, so Klein. Deshalb will das Land die Bahn finanzieren – mit 1,3 Millionen Euro, als Infrastrukturmaßnahme.

Klein sagt, es gebe bereits Interessenten für das Doppelmodell. Und FunBerg werde nicht überrumpelt, man habe die Verantwortlichen im März vergangenen Jahres über die Kündigungsabsicht informiert. Der Standortchef erwartet keinen juristischen Ärger. FunBerg müsse die Halden, die ihr Eigentum sind, abräumen. Und was dann?

Ob es bei der Almgaudi bleibt, lässt er offen. „Wir wollen die Bewerber nicht auf das Gebirgsthema festlegen.“ Klein hofft auf modernere und hochwertige Konzepte, auch architektonisch. Wer also wird der neue Almkönig?
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