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Vorlesungs-App erleichtert Saarbrücker Studentenleben

Saarbrücken. Studenten der Universität des Saarlandes werden ab dem nächsten Semester ihr Vorlesungsverzeichnis mitsamt den Inhalten stets in ihrer Tasche bei sich tragen können. Möglich macht das eine neue Applikation (App), die von der Saar-Universität zusammen mit der Saarbrücker Firma IMC, Spezialist für Tele-Learning-Software, entwickelt und „learn & go“ (lernen und gehen) getauft wurde. Die App kann auf alle möglichen Smartphone-Geräte (Apple iPhone oder iPad, Handys mit dem Betriebssystem Android und Nokia-Smartphones) geladen werden. „Über die App stehen die Inhalte der Vorlesung, die Übungsunterlagen und Videos über die Veranstaltung zur Verfügung“, erläutert IMC-Vorstandsmitglied Volker Zimmermann. Sollte eine Vorlesung verschoben werden oder ausfallen, „werden die Studenten automatisch benachrichtigt“, sagt Zimmermann.

Mit Navigationsfunktion zum Ort der Vorlesung

Studenten, die neu an der Universität sind, oder Gasthörer „werden über eine Navigationsfunktion zum Ort der Vorlesung gelotst“. Mit der neuen Applikation soll auch interaktives Lernen möglich sein, beispielsweise über eine TED-Abfrage zu bestimmten Lösungsvarianten.

Für IMC ist „learn & go“ nicht nur ein Forschungsvorhaben. Die Software will das Unternehmen auch außerhalb der Universität vermarkten. „Ein Telekommunikations-Unternehmen interessiert sich dafür und will es im Vertrieb für die Schulung seiner Mitarbeiter nutzen“, sagt IMC-Vorstandssprecher Wolfgang Kraemer.

Auch auf Gebiet der Vorsorge für Katastrophenfälle tätig

Das Saarbrücker Unternehmen ist seit kurzem auch auf dem Gebiet der Vorsorge für Katastrophenfälle tätig. So hat IMC zusammen mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn ein internetbasiertes Lerntraining (Web-Baised-Training) erarbeitet. Die zentrale Plattform für den Wissensaustausch ist die „Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz“. Mit Hilfe dieser Plattform können sich Mitglieder von Rettungsdiensten, Fachbehörden, Polizei, Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk (THW) auf ihrem PC fit für den Ernstfall machen. „Das hilft vor allem den rund 1,8 Millionen ehrenamtlichen Helfern“, erläutert Kathrin Bergenthal, bei IMC für die Entwicklung von Lerninhalten zuständig. „Bislang mussten sie für ihre Weiterbildungslehrgänge Urlaub opfern und lange Fahrten in Kauf nehmen. Damit ist jetzt Schluss.“ Die Lerneinheit besteht aus drei Kapiteln und dauert rund fünf Stunden. An einem Praxis-Beispiel wie dem Oder-Hochwasser wird gezeigt, wie man auf eine solche Herausforderung reagieren muss. Zwei virtuelle Moderatoren führen durch das Programm. Am Ende wird überprüft, ob die Inhalte auch verstanden wurden.

Auch die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BaköV) in Brühl greift seit kurzem auf eine neu entwickelte Lernsoftware von IMC zurück. Sie dient dazu, alle Mitarbeiter in den Stadt- und Gemeindeämtern zu schulen, die mit der Ausgabe des neuen Personalausweises betraut sind. low

 

Hintergrund


Die IMC AG ist 1996 als Ausgründung aus der Saar-Uni entstanden. Sie ist auf die Entwicklung von Lernsoftware und -Inhalten spezialisiert. Das Unternehmen verfügt inzwischen über eigene Büros in Paris, Amsterdam, London und Sidney. Für Mitte des Jahres ist eine Büro-Eröffnung in Stockholm geplant. IMC beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und erlöst einen Umsatz von etwa 150 Millionen Euro. Aktionäre sind Professor August-Wilhelm Scheer (60 Prozent) sowie die Vorstände Wolfgang Kraemer (Vorsitzender), Frank Milius und Volker Zimmermann. low

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