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Vorsicht E10: Das denken die Saarbrücker

Saarbrücken. Die Einführung des neuen Biotreibstoffs E 10 Anfang des Jahres hat große Unsicherheit unter den Autofahrern verursacht. Niemand weiß so richtig, ob E 10 nun schädlich für sein Auto ist oder nicht. Wir haben Saarbrücker  gefragt, was sie über den neuen Kraftstoff denken.



Keine Befürchtungen

Sonja Kintzel aus Saarbrücken besitzt zwei Autos und bekam vom Hersteller zugesichert, dass sie den neuen Kraftstoff tanken könne. „Ich habe ein Winter- und ein Sommerauto. Heute tanke ich zum ersten Mal E 10 und habe auch keine Befürchtungen, da mein Hersteller mir grünes Licht gegeben hat. Außerdem laufen viele Tests. Wenn der neue Sprit nicht sicher wäre, wäre er sicher nicht auf dem Markt.“, sagt die 49-Jährige.

Elf Jahre altes Auto

Anders geht Marc Hassel mit der Situation um. „Ich fahre ein elf Jahre altes Auto, das vom Hersteller nicht freigegeben wurde, um E 10 zu tanken. Ich bin sehr unsicher und denke mit Bangen an die Dichtungen meines Wagens, die ja vom neuen Kraftstoff beschädigt werden sollen. Daher tanke ich lieber weiter Super“, erzählt der Saarbrücker.

Auch Thomas König aus Saarbrücken ist skeptisch: „Die ganze Sache verunsichert mich völlig. Man hört auch nicht viel Gutes über den neuen Kraftstoff.“, sagt der 37-Jährige. Und ergänzt: „Mein Auto ist zwar freigegeben, aber es ist nicht geklärt, wie der Motor langfristig darauf reagiert. Ich riskiere nicht wegen fünf Cent weniger Kosten einen Motorschaden, der mich im Endeffekt mehr kostet.“

"Alle sehr verunsichert - Furcht vor Langzeitschäden"

Die Verunsicherung trifft besonders die Tankstellenbetreiber: „Nicht sehr viele Leute tanken E 10, da alle sehr verunsichert sind und nicht wissen, wie es mit den Langzeitschäden aussieht“, erzählt Katja Reindl, die Auszubildende beim Tankcenter Saarbrücken in der Deutschherrnstraße ist. „Unseren Kunden kann ich auch nur das Infoprospekt geben und ihnen vorschlagen, was sie tanken können. Die Verunsicherung lässt sie eher zum Super greifen.“ bub

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