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Vorsicht mit sensiblen Daten in Netzwerken und Communnitys

Viele Internet-Nutzer denken kaum darüber nach, was mit ihren Daten passiert, die sie so freizügig in Chats und Netzwerken preisgeben. Der Sozial- und Medienpädagoge Martin Weber erklärte Eltern am Warndtgymnasium, worauf sie und ihre Kinder achten sollten.

Geislautern. Viele Kinder surfen schon im Alter von zehn Jahren im Internet. In der Schule ist das Internet in vielen Fächern unabdingbar. Doch nur die wenigsten Eltern wissen, wo ihre Kinder tatsächlich im Netz unterwegs sind und wo ungeahnte Gefahren lauern können.

Dies hat sich jetzt für einige Eltern der Schüler des Warndtgymnasiums geändert. In einem Vortrag am Dienstagabend wurden sie von Sozial- und Medienpädagoge Martin Weber über die Gefahren rund um soziale Netzwerke wie "Wer-kennt-wen", "Studivz", "Schuelervz", "Facebook" und "Myspace" aufgeklärt. Mit der Frage "Wer von euch ist bei ,Wer kennt wen' angemeldet?" stieg der Medienpädagoge in seinen Vortrag ein. Fast die ganze Elterntruppe outete sich als Wer-kennt-wen-Nutzer.

Als Martin Weber aber wissen wollte, wessen Seite er mal zur Probe öffnen dürfe, meldete sich nur ein Mann freiwillig. Für den Sozialpädagogen kein überraschendes Ergebnis: "Die meisten Menschen vergessen, dass bei ,Wer-kennt-wen' 5,5 Millionen Nutzer angemeldet sind, die alle Zugriff auf ihre Seite haben. Es traut sich fast keiner, seine Seite hier vor 30 Leuten zu zeigen, aber im Internet zeigen sie ihre Bilder, persönlichen Daten und Infos 5,5 Millionen Menschen."

Und gerade bei den so offen bereitgestellten Daten, so Weber, liegt eine oft unterschätzte Gefahr der sozialen Netzwerke. Die Daten können neben dem Missbrauch für Werbedienste und Martkforschungs-Untersuchungen auch von der Presse unberechtigterweise verwendet werden.  "So veröffentlichte die Bildzeitung aus aktuellem Anlass die Daten von zahlreichen Opfern des Amoklaufes in Winnenden. Alle diese Daten stammen aus sozialen Netzwerken", erklärte Weber.

Doch gerade für Kinder gibt es eine noch größere Gefahr: Beim amerikanischen Netzwerk Facebook sind 90 000 vorbestrafte Pädophile angemeldet. Eine erschreckende Zahl. "Wenn man das Ganze auf die Mitgliederzahl von beispielsweise ,Wer-kennt-wen' umrechnet, dürften es dort einige Tausend sein", erklärte Weber weiter. Deshalb sollten vor allem Kinderbilder oder Bilder von Säuglingen in sozialen Netzwerken sicherheitshalber nicht veröffentlich werden.

Doch auch andere Steine können den Kindern und Jugendlichen durch soziale Netzwerke in den Weg gelegt werden. Möchten sie sich zum Beispiel nach der Schule in einer Firma bewerben, so kann der Firmenchef zunächst alle sozialen Netzwerke abklappern und einiges über den Bewerber herausfinden. "Nicht selten wird ein Bewerber wegen falschem Auftreten in sozialen Netzwerken nicht eingestellt", macht Weber die drastische Situation deutlich. Außerdem sei immer zu bedenken, so der Sozialpädagoge weiter, dass das Internet keine Daten verliere, so dass einmal eingegebene Informationen nur sehr schwer wieder zu löschen seien.

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