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Vorverkauf für Max-Ophüls-Festival gestartet

Am vergangenen Samstag startete der Vorverkauf für das Max-Ophüls-Festival.

Am vergangenen Samstag startete der Vorverkauf für das Max-Ophüls-Festival.

Saarbrücken. „Dieselbe Prozedur wie im vorigen Jahr, Miss Sophie?“ Nicht doch. Nur oberflächlichen Zeitgenossen erscheint die Blaue Stunde so immergleich wie das Dinner for one: Ansprachen, drei lustige Kurzfilme, Schlange stehen für den Kartenvorverkauf. Langjährigen Fans des Festivals Max Ophüls Preis (MOP) jedoch entgeht bei diesem jährlichen Auftaktritual im Innenhof der Saarbrücker Stadtgalerie nicht die kleinste Abweichung. Was diesmal gar keinen besonderen Scharfblick erforderte. Fand die Blaue Stunde doch erstmals nicht an einem Freitag, sondern am Samstag statt.

"Die Leute haben ja samstags vielleicht mehr Zeit"

Und erstmals überschnitt sie sich nicht mit dem Neujahrsempfang der Stadt, weshalb auch Oberbürgermeisterin Charlotte Britz die Chance nutzte, dabei zu sein. „Wir wollten es mal probieren, die Leute haben ja samstags vielleicht mehr Zeit“, begründete Festivalchefin Gabriella Bandel die geradezu revolutionäre Änderung. Wie wahr. Auf die Idee hätte man eigentlich schon mal eher kommen können.

Da außerdem das Wetter ausnahmsweise mal weder Regen noch Schnee vorgesehen hatte, war der Ansturm auf die Stadtgalerie so groß wie nie. Klarer Beweis: Eine Bäckerei verteilte in etwas mehr als einer Stunde 850 Hefeherzen unters Volk. „Sonst geben wir an dem Abend nur so 700 aus“, sagte Vertriebsleiter Kurt Landry. Nur die kleinwüchsigen Leute hatten am Samstag das Nachsehen, war es für sie doch selbst bei maximal gerecktem Hals nicht einfach, einen Blick auf die Leinwand zu werfen. Was ihnen entging, war durchweg köstlich: „Ein Teller Suppe“, ein Film von Fritz Willitzkat über eine alte Berlinerin, die einen Afrikaner zu Unrecht verdächtigt, ihr am Imbiss die Suppe und die Tasche zu klauen.

Wobei wir hier die Pointe unter den Tisch fallen lassen müssen. In Daniel Nockes tierischem Animationsfilm „12 Jahre“ besteht die Pointe in einem zuckenden Dackelschwänzchen auf dem Restaurantstuhl. So viel bleibt übrig von dem kleinen, bebrillten Dackelmacho, der eine stattliche Bulldoggendame um die besten Jahre ihres Lebens betrogen hat.

Zwei Stunden anstehen nicht ungewöhnlich

Auch „Fräulein Karlas letzter Versuch“, sich einen Mann zu angeln, endet blutrünstig. Denn der Kandidat im gleichnamigen Film von Jule Ronstedt, einstige Darstellerpreis-Gewinnerin des MOP, verliebt sich beim ersten Rendezvous nicht in Karla, sondern in die Kellnerin. Sollte uns dieses Jahr etwa ein besonders mörderisches Festival erwarten?

„Ziemlich rüpelhaft“, berichtete ein SZ-Kollege, sei es am Samstag beim Schlangestehen im Filmhaus zugegangen, auch weil manche Kunden gleich Karten für ihre gesamte Verwandtschaft mitgekauft hätten. Zwei Stunden anstehen waren auch im K4-Forum nichts Ungewöhnliches. Doch ließ man sich hier, anders als im Filmhaus, die Laune nicht verderben. „Das Warten gehört einfach dazu“, sagte eine Dame und lobte: „Diesmal war am Schalter alles perfekt organisiert.“

In Kürze

Das Filmfestival Max Ophüls Preis 2011 dauert vom 17. bis 23. Januar. Kataloge, Einzelkarten, Festivalpässe, Eintrittskarten für die Eröffnung (Saal 6 und 7), Preisverleihung, Filmparty und tagesaktuelle Informationen sind bis zum 17. Januar im K4-Forum erhältlich sowie bis zum 23. Januar im CineStar, im Filmhaus und in der Camera zwo. Online-Verkauf und alle weiteren Infos: www.max-ophuels-preis.de sbu

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