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WG oder Hotel Mama? So wohnen Saar-Studis

Saarbrücken. Ob Wohnheim, Wohngemeinschaft (WG), Untermiete, eigene Wohnung oder doch lieber bei Mama: Eine aktuelle Studie des Deutschen Studentenwerks hat die Wohnsituation von Studenten untersucht. Sie kommt zum Ergebnis, dass deutsche Studenten am liebsten in Wohngemeinschaften leben. Die Zahl der Daheimwohnenden liegt bei etwa 23 Prozent. Heraus kam ebenfalls, dass Studenten im Saarland besonders gerne zu Hause bei den Eltern wohnen. Mit 40 Prozent ist hier die Zahl der Daheimwohnenden im bundesweiten Vergleich am höchsten. Ähnliche Zahlen ergab auch eine Umfrage der Hochschulredaktion der Saarbrücker Zeitung. Unter den 100 befragten Studenten an der Universität des Saarlandes gaben 48 Prozent an, noch zu Hause zu wohnen. Bus- und Bahnverbindungen zur Uni seien gut und es lohne sich deshalb nicht, Geld für eine eigene Wohnung auszugeben. Ist Ausziehen während des Studiums also gar nicht notwendig?



Je älter die Studenten, desto öfter wohnten sie alleine

Jasmin Zinßmeister (21) studiert Historisch orientierte Kulturwissenschaften (HoK) an der Saar-Uni und sieht das anders. „Notwendig war der Auszug jetzt nicht unbedingt, weil ich aus St. Ingbert komme, aber ich wollte einfach ein wenig mehr Selbstständigkeit.“ Sie wohnt jetzt in einer WG in Saarbrücken und ist zufrieden damit. Wie Jasmin auch, leben die meisten der ausgezogenen Studenten in einer WG.

Im Saarland gehört Jasmin aber zu der Minderheit. Laut der Studentenwerk-Studie wohnen hier lediglich zehn Prozent der Studenten in einer Wohngemeinschaft.

Dafür wohnen 26 Prozent mit dem Partner zusammen. So auch die Psychologiestudentin Tatjana Habenicht. Sie kommt ursprünglich aus Norddeutschland und sagt, sie sei wegen ihres Freundes und dem NC (Numerus Clausus) für Psychologie ins Saarland gezogen.

Die Erhebung des Studentenwerks hat außerdem herausgefunden, dass das Alter bei der Wohnsituation eine wichtige Rolle spielt. Das gilt auch für das Saarland: Je älter die Studenten waren, desto öfter wohnten sie in einer eigenen Wohnung.

Bei der Finanzierung der Wohnung werden 25 Prozent der Studenten von ihren Eltern unterstützt, 17 Prozent gehen nebenbei arbeiten. BAföG allein reichte nur in zehn Prozent der Fälle aus. Simon Oos (20), Germanistik-Student aus Saarlouis, meint dazu: „Erstens bekomme ich wenig BAföG und zweitens könnte ich es mir trotz Arbeit nicht leisten auszuziehen. Deshalb wohne ich lieber daheim, gebe meiner Mutter freiwillig Kostgeld ab und spare den Rest“. lib

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