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Waderner (24) nieder­gestochen - Angreifer frei

Saarbrücken. Samstag, kurz nach vier. Die Haltestelle Trierer Straße wird zum Tatort, ein Student (24) zum Ziel unglaublicher Gewalt.

Der Mann aus Wadern wartet nach dem Besuch des Nauwieser Festes mit Bekannten auf den Nachtbus nach Lebach, als ihn blanker Hass trifft.

„Ich stech’ dich ab, ich schlitz’ dich auf“

Polizeihauptkommissar Bernd Eberlein gestern zum Stand der Ermittlungen: Ein später festgenommener 20-Jähriger pöbelt den Studenten grundlos an. Zeugen sagen, dass die Provokationen ins Leere laufen. Aber der Angreifer schlägt nun auf den Kopf seines Gegenübers ein. Dann sticht er mit einem Springmesser zu. Die Klinge trifft den Studenten in Höhe der Lendenwirbelsäule. Er sackt zusammen. Der Angreifer geht. Als sein Opfer Bekannten zuruft, sie sollen die Polizei rufen, kehrt der Beschuldigte zurück. Mit den Worten: „Ich stech’ dich ab, ich schlitz’ dich auf“ sticht der 20-Jährige erneut zu. Sein Opfer versucht verzweifelt, die Messer-Attacke mit seiner um den Arm gewickelten Lederjacke abzuwehren. Vergeblich: Die Klinge reißt einen Arm auf und dringt tief in eine Hand ein. Dann lässt der Angreifer von dem Blutenden ab und geht Richtung Hauptbahnhof davon.

Polizeibekannter Mann

Entsetzte Zeugen alarmieren die Polizei. Beamte nehmen den 20-Jährigen als Tatverdächtigen fest. Gegen ihn gab es bereits „zahlreiche Strafverfahren im Bereich der Gewaltkriminalität“, wie die Polizei mitteilt. Dennoch bleibt er bis zur Verhandlung auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft hat nämlich keine Untersuchungshaft beantragt.

Das kommentierte die Polizei auf Anfrage nicht. Die Staatsanwaltschaft sei Herrin des Verfahrens, hieß es. Fest steht: Wenn die Staatsanwaltschaft keinen Haftbefehl beantragt, dann liegen nach ihrer Ansicht keine Gründe für eine UHaft vor. Die Staatsanwaltschaft geht also beim Verdächtigen offenbar nicht von Wiederholungsoder Fluchtgefahr aus. Und sie nimmt auch nicht an, dass der 20- Jährige die Ermittlungen gefährdet, indem er zum Beispiel Zeugen bedroht.

Bestünde dieses Risiko, wäre ein Haftbefehl wegen Verdunklungsgefahr möglich. ole

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