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Wahlen: Großbrand hält Feuerwehr in Atem



Wahlen. Es ist noch dunkel, als einige Frühaufsteher in Hargarten und Wahlen auf dem- Weg zur Arbeit Feuerschein auf dem Bornberg ausmachen. Eilends alarmieren sie Polizei und Feuerwehr. Innerhalb weniger Minuten rücken die Löschbezirke Wahlen, Niederlosheim, Losheim und Rimlingen aus. Auch die Feuerwehr Weiskirchen schickt Kräfte zur Unterstützung. Sie alle können nach Sicht fahren: Der Feuerschein ist kilometerweit zu sehen. Am Ende sind über 60 Mann und ein Dutzend Fahrzeug im Einsatz. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brennt das komplette Stroh- und Heuballen-Lager lichterloh.

Die Flammen lodern meterweit in den Himmel. Rauch und Asche werden in die Luft gewirbelt. Die Einsatzkräfte beginnen sofort mit der Brandbekämpfung, wohl wissend, dass sie gegen diesen Vollbrand zunächst einmal nichts ausrichten können – außer ein Übergreifen auf ein benachbartes Silagebett mit einer mächtigen Kunststoffplane und den dahinter liegenden Rinderstall zu verhindern. Von drei Seiten gehen die Einsatzkräfte gegen die Flammen vor. Parallel dazu wird über eine lange Wegstrecke von gut zwei Kilometer die Wasserversorgung aufgebaut. Danach beginnt die Feuerwehr sofort mit der Kühlung des Silagebettes, indem permanent Löschwasser auf die Plane gespritzt wird. Als es dämmert, ist das Feuer unter Kontrolle. Gelöscht sind die Flammen aber noch lange nicht. Mit einem Radlader werden die brennenden Ballen immer wieder auseinandergezogen, - damit sie kontrolliert abbrennen können. Wo die Flammen zu hoch lodern, kommt immer wieder Löschwasser zum Einsatz.

Auch die Reifen des Radladers müssen immer wieder mit Löschwasser gekühlt werden. In den frühen Morgenstunden ist das Schlimmste geschafft, auch wenn es überall noch glimmt und raucht. Bis die Flammen endgültig erloschen sind, werden wohl noch Tage vergehen, - wenn nicht das Wettert hilf und Regen schickt. Wehrführer Siegbert Bauer kann zufrieden sein: Weder Menschen noch Tiere sind zu Schaden gekommen. Allerdings sind über 800 Ballen Heu und Stroh verbrannt. Die Ursache des Feuers ist bislang ungeklärt. Während der Nacht gab es in der Region heftige Gewitter. Selbstentzündung – eine weitere mögliche Brandursache – sei nach Worten des betroffenen Landwirtes aber höchst unwahrscheinlich. Das Wort Brandstiftung will niemand in den Mund nehmen, abewr auch nicht explizit ausschließen. „Bei diesem Schadensbild ist es schwierig, überhaupt noch Spuren für die Brandursache zu finden“, weiß die Feuerwehr.
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