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Wahlsieger: Das ist der neue Schiffweiler Bürgermeister

Schiffweiler hat wieder einen Bürgermeister: Markus Fuchs

Schiffweiler hat wieder einen Bürgermeister: Markus Fuchs

Schiffweiler. Um 18.57 Uhr versuchen die Anhänger von Markus Fuchs, den Sieger der Bürgermeisterwahl von Schiffweiler, aus dem Sitzungssaal des Rathauses lautstark „herbeizuklatschen“. Doch der 51 Jahre alte Noch-Kriminalbeamte muss sich in dem Amtszimmer, in dem er zwei Jahre und neun Monate vertretungsweise arbeitete, erst sammeln.

Dank für „fairen Wahlkampf“

Seine gesamte Familie samt Patenkindern hat hier mit ihm das Ergebnis abgewartet. Als fest steht, dass Fuchs für die SPD 57,8 Prozent der gültigen Stimmen erreicht hat, knallen die Sektkorken. Ehefrau Steffi gratuliert als Erste; bei ihr kullern auch ein paar Freudentränen, als sie um 19.02 Uhr mit dem Wahlsieger den Sitzungssaal betritt. Sichtlich erleichtert pustet der frisch gewählte Bürgermeister kräftig durch und genießt den Applaus seiner Parteifreunde. Sie erwarten eine kleine Rede von dem Mann, der die Siegerfaust in die Kameras hält: „Es sind ja verdammt viele Leute hier“, strahlt Fuchs, der auch seine Mitbewerber Otmar Weber und Hans Hermann Woll im Saal begrüßt und ihnen für einen „fairen Wahlkampf“ dankt. FDP-Mann Weber, der von der CDU aufgestellt worden war, hat 31,08 Prozent der Stimmen erhalten. Auf Einzelbewerber Hans Hermann Woll, wie Fuchs Mitglied der SPD, entfallen 11,1 Prozent der gültigen Stimmen. Sie stehen geduldig und anscheinend gefasst in der Gratulantenschlange, um dem siegreichen Kontrahenten viel Glück für seine schwierige Mission in der hoch verschuldeten Gemeinde zu wünschen. Der Wahlsieger verspricht sein volles Engagement in den nun folgenden neun Jahren seiner Amtszeit. „Ich werde mich verdammt noch mal bemühen, dass das eine gute Zeit wird!“

Im  Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung bewertet Fuchs die erreichten 57,8 Prozent bei drei Kandidaten als ein „tolles Ergebnis“. Er habe zwar mit einer Fünf vorne gerechnet, aber nicht, dass es dann so deutlich werde. Seinen Flyer aus dem Wahlkampf werde er sich nun bildlich an die Wand nageln, denn er wolle seine Versprechen auch halten. „Der wichtigste Punkt ist natürlich die desolate Haushaltslage“, konkretisiert Fuchs. Sparen, aber nicht kaputtsparen, sei hier seine Devise. „Schließlich wollen wir den Bürgern auch noch Einiges an Lebensqualität bieten.“ In der Stennweiler Lindenhalle feiert die SPD am Abend ihre Siege bei der Bürgermeisterwahl und der Landratswahl.

Enttäuschte Wahlgegner

Den Wahlgegnern von Fuchs ist indes die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Begleitet von Ehefrau und Tochter gesteht Hans Hermann Woll, dass die erreichten 11 Prozent nicht das Ergebnis sind, das er sich erhofft hatte, obwohl es sicher „achtbar“ sei. Aber als Einzelbewerber sei es sehr schwierig, erfolgreichen Wahlkampf zu machen. Er bereue es jedoch „auf keinen Fall“, zur Wahl angetreten zu sein. Dies sieht auch Otmar Weber so, der mit 31,1 Prozent noch unter dem Ergebnis von Anke Heimes liegt, die vor vier Jahren für die CDU angetreten war. Enttäuscht sei er, das sei klar, denn er habe mit über 40 Prozent und einer Stichwahl gerechnet. Es sei aber „schon schade, dass in der prekären Situation, in der sich die Gemeinde befindet, nicht mehr nach dem Fachwissen der Kandidaten gewählt worden ist.

“ Von einer falschen Entscheidung, einen Kandidaten aus Ensdorf mit einem FDP-Parteibuch ausgewählt zu haben, will CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Mathias Jochum nichts wissen. „Ich sehe es auf gar keinen Fall als Fehler“.

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