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Walter H. wird weiter von Polizisten beobachtet

Saarbrücken. Dem Ex-Schwerverbrecher Walter H., 62, werden auch weiterhin diskret Polizisten auf Schritt und Tritt folgen. Der Mann, der nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofs seit dem 12. Mai 2010 aus der Sicherungsverwahrung im Saarbrücker Gefängnis entlassen wurde, wird auf Anordnung des Saar-Innenministeriums von inzwischen zehn Beamten observiert – wegen der Rückfallgefahr, die Walter H. selbst einräumte. Der Mann hatte als 20-Jähriger im Alkoholrausch eine 13-Jährige gewürgt und ermordet. „Angesichts des Falles in Dortmund sehe ich eine Bestätigung, dass unser Weg der richtige ist“, sagte gestern Saar-Innenminister Stephan Toscani (CDU) vor Journalisten in Saarbrücken.



Kinderschänder in Dortmund war  rückfällig geworden

In Dortmund soll ein auf dem gleichen Wege im September 2010 aus der Sicherungsverwahrung entlassener Kinderschänder rückfällig geworden sein und im Januar 2011 eine Siebenjährige missbraucht haben. Die Polizei hatte vorher die Observierung des Mannes gelockert. Wie der „Focus“ berichtete, habe der mutmaßliche Täter vor dem Richter angegeben, die Tat begangen zu haben, um erneut hinter Gitter zu kommen, da er Angst vor dem Leben in Freiheit habe.
Walter H. hat dagegen vor dem Saarlouiser Verwaltungsgericht gegen die Beobachtung durch Polizisten geklagt, ein abschließendes Urteil steht noch aus.

Dauerhaften Unterbringung in geschlossener Anstalt

Die Stadt Saarbrücken will jetzt das neue Therapieunterbringungsgesetz des Landes nutzen, um eine gerichtliche Entscheidung zur dauerhaften Unterbringung Walter H.s in einer geschlossenen medizinischen Anstalt durchzusetzen.

Doch Toscani sagte, dass dazu noch ein weiteres Gesetz notwendig sei, welches noch den Landtag passieren müsse. In Baden-Württemberg war die Stadt Freiburg vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe mit dem Versuch, einen freigelassenen Schwerverbrecher in eine geschlossene Einrichtung zu bringen, gescheitert. In Freiburg sind sechs Ex-Sicherungsverwahrte unterwegs. dik
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