L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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War schlechtes Wetter schuld? In Rheinland-Pfalz gibt's 2010 weniger Störche

Mainz. Nur wenig mehr Brutpaare und flügge Junge – das diesjährige Storchenjahr in Rheinland-Pfalz war aus Expertensicht durchwachsen. „Grund ist vor allem das nasse Wetter im August, als die Störche Schwierigkeiten bei der Futtersuche hatten“, sagte der Artenschutzreferent im Umweltministerium, Peter Sound in Mainz. Landesweit ließen sich 90 Brutpaare in Horsten nieder – acht mehr als im Vorjahr. 177 Küken konnten groß gezogen werden und damit nur einige mehr als 2009.

Schlechter Mai und August

Im trocken-heißen Juli fühlten sich die Tiere richtig wohl, es gab genug zu essen und die Hitze störte die Störche nicht. „Im Mai und August saßen die Jungvögel aber im nassen Horst, die Gefahr von Infektionen ist dann groß.“ Außerdem setzten die Bauern die Ernte aus und auf den hoch stehenden Feldern hatten die Alttiere Probleme, genügend Regenwürmer, Frösche oder Heuschrecken zu finden. Wie hoch die Verluste etwa durch verhungerte Junge waren, kann Sound noch nicht beziffern. Spätestens Anfang Oktober verlassen die Tiere die Region in Richtung Afrika. „Im Moment sammeln sie sich schon. Auf lange Sicht sieht es nach Angaben von Sound gut aus für den Storch in Rheinland-Pfalz: „In einigen Jahren könnte durchaus wieder die Zahl von mehreren hundert Brutpaaren aus der Zeit um 1900 erreicht werden.“ Damals fühlten sich die Vögel recht wohl vor allem in den Ebenen im Süden des Landes. Doch dann ging es mit den Beständen rapide bergab – seit 1974 galten die Störche in Rheinland- Pfalz als ausgestorben. „Erst 1996 hatten wir wieder die ersten fünf bis sechs Brutpaare“, sagte der Artenschutzexperte.

Storch beispielhaft für  erfolgreichen Artenschutz

Um die Störche wieder nach Rheinland-Pfalz zu holen, wurden gezielt „Lockvögel“ aus Baden-Württemberg eingesetzt. „Wenn andere Störche das Gebiet überfliegen und einen Storch dort sehen, lassen sie sich eher nieder“, erklärte Sound. Inzwischen stehe fest: „Der Storch ist ein Beispiel für den erfolgreichen Artenschutz, der die Wiederansiedlung einer ausgestorbenen Art demonstriert.“ Vor allem in der Pfalz fühlen sich die Tiere heute wieder zu Hause.

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