A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern Zwischen AS Saarbrücken-Fechingen und AS Sankt Ingbert-West Gefahr durch defektes Fahrzeug (08:41)

A6

Priorität: Sehr dringend

8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
8°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

War tödliche Messer-Attacke Mord oder Totschlag?

Saarbrücken. Der gewaltsame Tod einer Frau (42) aus Illingen-Hüttigweiler hat am Freitag erneut das Landgericht beschäftigt. Es ging dabei um die Frage: War es Totschlag oder Mord? Die 42-jährige Frau war am 3. Oktober 2007 von ihrem geschiedenen Ehemann umgebracht geworden. Er ist heute 49 Jahre alt.

Am Tattag hatte er seiner Ex-Partnerin in deren Wohnung aufgelauert. Als die Frau mit einer Bekannten am Computer saß, stand er plötzlich in der Tür, wechselte mit seiner Ex-Frau ein paar Sätze und ging auf sie los. Mit der linken Hand drückte er sie in eine Ecke, mit einem Messer in der rechten Hand stach er immer wieder zu. Bei einem der letzten von etwa 15 Angriffen soll er gesagt haben: "So, und der ist ins Herz." Dann stach er zu. Anschließend rammte er sich selbst zweimal das Messer in den Oberkörper, offenbar um auch sich selbst umzubringen. Sein Opfer starb, er überlebte.

Der Angeklagte betonte, er habe seiner Ex-Frau vor der Tat ein Schlachtfest angekündigt und gesagt, dass er zu ihr nach Hause komme. Deshalb sei er völlig überrascht gewesen, als sie so ruhig am Computer saß. Der Oberstaatsanwalt wertete die Messerattacke als heimtückischen Mord. Der Mann habe die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt. Dafür müsse lebenslange Haft nebst Sicherungsverwahrung verhängt werden. Die Verteidigung war anderer Ansicht. Die Frau sei nach der Vorankündigung eines Amoklaufs durch den Angeklagten nicht mehr arglos gewesen. Deshalb gehe es um Totschlag. Dafür sei eine zeitlich befristete Strafe angemessen. Das Urteil soll am Montag verkündet werden. wi

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein