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Warum Deutschland-Fahnen die Linken-Jugend „ankotzen“

Schwarz-Rot-Gold gehört ür viele Fußballfans dazu – nicht aber für junge Linke. Foto: Gentsch/dpa

Schwarz-Rot-Gold gehört ür viele Fußballfans dazu – nicht aber für junge Linke. Foto: Gentsch/dpa

. „Für weitere Sportgroßereignisse gilt für uns die Forderung: Fahnen runter! Wer ernsthaft die deutsche Nationalmannschaft aufgrund von sportlicher Liebhaberei unterstützen möchte, kann das auch ohne Nationalfahne tun“, heißt es in dem Papier mit dem Titel „Warum uns euer Fahnengeschwenke ankotzt!“.

 

Mit großen Sport-Events schreite die „Nationalisierung des öffentlichen Raumes“ voran, liest man in dem Papier der Linksjugend, in dem unter anderem auf Karl Marx Bezug genommen wird. „Gewalt und auch Naziparolen sind bei solchen Events nicht selten zu finden – auch bei dieser EM war das deutlich.“ Selbst wenn die Mehrheit der Fans sich daran nicht selbst beteilige, so werde dies doch zumindest von vielen toleriert. Auch Sexismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus hätten ihren festen Platz im Stadion oder außerhalb.

 

Fahnenschwenken beim Fußball ist aus Sicht der Linksjugend nichts Unpolitisches. Patriotismus sei „kein harmloses Phänomen“, sondern beinhalte die „Akzeptanz und Erhöhung von nationalen Konstruktionen und der damit verbundenen Ausgrenzungsmechanismen“. Die Nation sei ein Konstrukt, das nur in den Köpfen und auf dem Papier existiere – und das „über den individuellen Bedürfnissen und Interessen der einzelnen Individuen steht und damit wichtige Funktionen im kapitalistischen Ausbeutungssystem erfüllt“.
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