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Warum immer mehr Touristen nach Saarbrücken kommen

Das Saarbrücker Rathaus.

Das Saarbrücker Rathaus.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hat am Ende einer Woche, in der es vor allem ums leidige Sparen ging, gute Nachrichten: „In Saarbrücken können Menschen nicht nur gut leben und arbeiten, sondern unsere Landeshauptstadt ist auch eine Reise wert.“ Dass 2014 mehr Touristen kamen als je zuvor, liegt nach Einschätzung der Oberbürgermeisterin auch daran, dass „das Gesicht Saarbrückens sich in den vergangenen Jahren weiter gewandelt, die Innenstadt an Attraktivität zugelegt“ hat.

Erst die Berliner Promenade und der neue Rabbiner-Rülf-Platz, dann „die revitalisierte citynahe Eisenbahnstraße“. Und „die Bauarbeiten in der Bahnhofstraße gehen gut voran“, sagt Britz . Und die Umgestaltung des Osthafens laufe auch. Nicht zu vergessen: die Sanierung des Ludwigsparkstadions. Außerdem punkte die Stadt mit Museen und Galerien , dem Theater und dem großen Shopping-Angebot. Und das kulinarische Angebot stimme auch. Dann gibt es da auch noch den St. Johanner Markt, den Deutsch-Französischen Garten, den Wildpark, den Zoo, den Stadtwald, den Staden, „wo auch gegrillt werden darf“, wie Britz betont.

Für den Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft für die Region Saarbrücken , Alexander Hauck, sind die Steigerungsraten auch auf neue Marketingaktivitäten zurückzuführen: „2014 haben wir unsere Marketingkooperationen mit dem Städtenetz QuattroPole und der Tourismuszentrale Saar weiter intensiviert.“ Auch der neue Slogan „Herzlich ohne Grenzen“ habe „sich offensichtlich bewährt“.

Saarbrücken , sagt Birgit Grauvogel, die Chefin der Tourismuszentrale Saar, profitiere gerade „vom insgesamt gestiegenen Interesse am Saarland“. Zusätzlich habe Saarbrücken das Glück, die Infrastruktur für Kongresse zu haben – und eine Universität, die welche organisiert.

Ein großer Teil der Besucher komme nämlich nicht, um Urlaub zu machen in die Stadt, sondern beruflich. Glücksfälle für Saarbrücken seien außerdem der Christkindlmarkt und das Ophüls-Filmfestival im Januar. Beide Veranstaltungen füllen die Hotels in Zeiten, die sonst eher schlecht für den Tourismus sind. Auch dass in Saarbrücken Radtouren und Flusskreuzfahrten starten, bringe Gäste in die Stadt.

 

Meinung:
 

In Uni und Kultur investieren

Von SZ-RedakteurMartin Rolshausen

Dass die Oberbürgermeisterin die guten Tourismuszahlen nutzt, um sich in Szene zu setzen und sich an der Arbeit ihrer Verwaltung zu erfreuen, sei ihr gegönnt. Dass der Tourismus in Gang kommt, dürfte aber weniger an der Neugestaltung der Eisenbahnstraße liegen oder daran, dass man am Staden grillen darf.

Dass Saarbrücken Ziel von Urlaubern und Kongresstouristen ist, liegt daran, dass die regionale Tourismusgesellschaft und die Tourismuszentrale Saar hinter den Kulissen hart arbeiten. Es ist der Universität zu verdanken, die Saarbrücken zum Magneten für Besucher macht. Und es ist einer starken, vielfältigen Kulturlandschaft zu verdanken.

Die guten Tourismuszahlen sind also nicht nur ein Grund zum Jubeln, sondern auch einer zum Nachdenken. Zum Nachdenken darüber, ob es nicht besser wäre, mehr in die Universität und die Kultur zu investieren, als sie immer wieder auf Sparlisten zu setzen. Auch der Vierte Museums-Pavillon könnte Touristen locken – wenn er endlich fertiggebaut würde.  
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