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Warum's bei Kaufland dauernd kracht

Von SZ-Mitarbeiter Oliver Bergmann

St. Ingbert. Parken bei Kaufland – das ist eine enge Angelegenheit. Parkplätze gibt es zwar reichlich, aber nach links und rechts, vorne und hinten hat das Fahrzeug wenig Spielraum. Einmal nicht richtig aufgepasst, und schon ist er passiert: der Rempler am Auto nebenan. Knapp 60 Unfälle dieser Art ereigneten sich im Jahr 2010 am Einkaufszentrum am Grubenweg.

Mehr als die Hälfte der Verursacher ergriffen die Flucht. „Mit 33 Unfallfluchten ist der Kaufland-Parkplatz auffällig geworden. Das ist eine immens hohe Zahl“, sagt Thomas Schmidt, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion St. Ingbert. Dass es auf dem Parkplatz im Durchschnitt mehr als einmal pro Woche knallt, ist laut Schmidt nicht allein den Autofahrern zuzuschreiben. „Die Häufigkeit der Unfälle hängt auch stark mit der Beschaffenheit von Parkplätzen und Fahrzeugen zusammen. Heute ist ein moderner Wagen der Mittelklasse eigentlich zu groß für ältere Parkplätze.“

Diese tragen der Entwicklung jedoch keine Rechnung. „Vor allem vor Kaufland sind die Parkbuchten eng, das begünstigt Parkrempler besonders zu Spitzenzeiten“, führt Schmidt weiter aus. „Aber das gibt dem Verursacher natürlich nicht das Recht, sich unerlaubt vom Unfallort zu entfernen.  So ein Parkrempler, der an neueren Fahrzeugen schnell einen Schaden von 1000 Euro anrichten kann, ist kein Kavaliersdelikt.“



Die beliebtesten Ausreden: „Ich habe dem Rempler nicht bemerkt“, oder: „Ich habe keinen Schaden festgestellt.“ Durch kommt damit niemand. Zudem haben Unfallflüchtige schlechte Chancen, tatsächlich anonym und ungestraft davon zu kommen. Schmidt: „Häufig werden die Unfälle von anderen Verkehrsteilnehmern beobachtet, die sich dann bei uns melden. Auf diese Zeugen sind wir angewiesen und deshalb bitten wir auch um Mithilfe.“

Thomas Schmidt vermutet auch die Gründe zu kennen, die Autofahrer zur Unfallflucht verleiten: „Viele haben Angst davor, bei ihrer Versicherung in den Prozenten zu steigen. Andere haben ein Problem damit, sich Fehler einzugestehen.“ Klar ist: Weniger Unfälle bedeuten weniger Unfallfluchten. Durch einen Umbau des Parkplatzes, sowie durch eine für alle eindeutige Verkehrsregelung soll das Problem gemeistert werden. Derzeit prüfen Polizei und Straßenverkehrsbehörde, wem der Parkplatz an Grubenweg überhaupt gehört.


HINTERGRUND
Selbst der beste Autofahrer kann mal in einen Unfall verwickelt werden. Polizist Thomas Schmidt verrät, wie man sich in einem solchen Fall korrekt verhält: „Ist der Geschädigte nicht selbst am Unfallort, muss ich eine angemessene Zeit, also etwa eine Stunde, auf ihn warten.“
Der Parkplatz am Grubenweg bietet hier sogar Vorteile. Schmidt: „Man kann das Kennzeichen des Geschädigten in den Geschäften ausrufen lassen. Auch wenn niemand erreichbar ist, ruft man am besten die Polizei. Das Hinterlassen eines Zettels mit den Angaben zur eigenen Person genügt nicht.“ Bei Parkremplern ohne Personenschaden droht dem Verursacher lediglich ein Verwarnungsgeld. obe
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