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Was bleibt, ist der Schmerz

Trier. Es war eine der größten Polizei-Aktionen der rheinland-pfälzischen Geschichte: Mehr als anderthalb Jahre lang suchten zeitweise hunderte Polizisten nach einer heißen Spur im Fall der seit dem Sommerfest der Trierer Fachhochschule 2007 verschwundenen Studentin Tanja Gräff. Es gab unzählige Such-Aktionen, Zeugen-Aufrufe, Befragungen, Überprüfungen und Hinweise, denen nachgegangen wurde. Einmal wurde sogar ein ganzer Stadtteil abgeriegelt, weil die vermisste Studentin in einem der Häuser vermutet wurde. Ein „falscher Alarm“, wie sich später herausstellte. Kummer, unserem Schmerz und unserer Sehnsucht zurück“, sagt Waltraud Gräff.

Einer unter vielen: Letztlich sind die Ermittler heute nicht viel schlauer, als am Tag nach Tanjas Verschwinden. „Wir können mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Aber es gibt Fälle, da stößt man an seine Grenzen“, sagt Kriminalhauptkommissar Christian Soulier. Der 43-Jährige leitet seit einem Jahr die 15-köpfige Ermittlungskommission im Fall Tanja, die heute aufgelöst wird. „Irgendwann ist man an einem Punkt angekommen“, sagt er, „wo alles gemacht ist.“ Kummer, unserem Schmerz und unserer Sehnsucht zurück“, sagt Waltraud Gräff.

„Für unsere Tochter war es nicht genug und nicht das Richtige“, meint Tanjas Mutter Waltraud. Zwar loben auch die Eltern der vermissten Studentin das Engagement der Polizei. Aber das Ergebnis sei frustrierend: „Sie haben keine Spur, gar nichts.“ Kummer, unserem Schmerz und unserer Sehnsucht zurück“, sagt Waltraud Gräff.

Dass die Ermittlungskommission heute aufgelöst wird, ist für Tanjas Eltern nicht einfach zu verkraften. „Es ist traurig“, sagt die Mutter, „dass man einen Menschen einfach aufgibt. Terroristen werden gesucht, bis man sie findet, Vermisste nicht.“ Kummer, unserem Schmerz und unserer Sehnsucht zurück“, sagt Waltraud Gräff.

„Die Akten im Fall Tanja Gräff werden nicht geschlossen“, verspricht dagegen der scheidende Ermittlungsleiter Christian Soulier. Er übergibt die Akten heute an das Fachkommissariat „Kapitaldelikte“, wo sich künftig ein Kripobeamter um den Vermisstenfall kümmern werde. Aber nur dann, räumt Soulier ein, „wenn sich etwas Neues tut.“ Kummer, unserem Schmerz und unserer Sehnsucht zurück“, sagt Waltraud Gräff.

In einem solchen Fall könne auch die bereits vor einem Jahr aufgelöste Sonderkommission (Soko) rasch wieder ins Leben gerufen werden. Tanjas Mutter befürchtet indes, dass ihre verschwundene Tochter in Vergessenheit geraten könnte. „Nur wir bleiben mit unserem Kummer, unserem Schmerz und unserer Sehnsucht zurück“, sagt Waltraud Gräff.

Hinweise zu Tanja Gräff bitte an die Kripo Trier, Telefon (06 51) 97 79-22 90.

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