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Was mit alten Elektrogeräten zu tun ist

Sulzbach. Wer sich ein neues Elektrogerät anschafft, kann sein altes Gerät über den Händler entsorgen. Seit 2006 bereits dürfen bundesweit keine Elektro- und Elektronikgeräte mehr mit dem Haus- oder Sperrmüll entsorgt werden, dafür mussten die Kommunen entsprechende Sammelstellen einrichten. Derzeit ist der Entsorgungsverband Saar (EVS) dabei, diesen Part zu übernehmen und ein flächendeckendes Netz an Wertstoffzentren zu schaffen. Dorthin können die Bürger ihre Altgeräte bringen – kostenlos. Voraussetzung ist, man kann den Schrott selbst verladen und transportieren. Aber was tun, wenn das nicht möglich ist? Das fragt eine Seniorin aus Sulzbach, die einen alten Kühlschrank entsorgen wollte.

„Ich bin empört“, mit diesen Worten meldete sich eine Leserin bei der Saarbrücker Zeitung. Sie betreut die Seniorin aus Sulzbach und wollte ihr helfen, den alten Kühlschrank loszuwerden. Ein Anruf bei der Stadt war für sie ernüchternd. „Ich habe dort keine Auskunft bekommen“, sagt sie. In der Vergangenheit sei ein sozialer Betrieb beauftragt worden, in solchen Fällen zu helfen. Aber dieser Dienst sei Ende des Jahres eingestellt worden, wie Dieter Heckmann, Prokurist der Kommunalen- Dienstleistungsgesellschaft (KDI) in Sulzbach erklärte. In aller Regel werde bei solchen Anfragen auf die Gelben Seiten verwiesen, wenn die Bürger nicht die Möglichkeit haben, Elektrogeräte im Wertstoffzentrum abzugeben.  Die KDI betreibt im Auftrag des Entsorgungsverbandes Saar die Anlage in Altenwald.



Einen Abholservice könne der EVS nicht anbieten, wie Sprecherin Marianne Lehmann auf Anfrage erklärte. „Wir haben den Fuhrpark nicht und könnten es auch finanziell nicht leisten“, sagt sie. Auch ein Sammeltermin, also ein festes Datum, an dem der EVS Elektroschrott einsammeln würde, sei „wenig lukrativ“. Den finanziellen Aspekt kritisierte die Leserin ohnehin: „Die Gebühren kann der EVS schnell erhöhen, lässt den Bürger aber in die Röhre schauen.“ Die Leserin sieht hier den Entsorgungsverband in der Verantwortung, einen Service einzurichten, um helfen zu können. „Wir hätten ja für das Abholen bezahlt“, sagt die Leserin. Lehmann verweist jedoch auf die Geräterücknahmepflicht des Händlers beim Kauf eines neuen Gerätes sowie auf die Angebote größerer Kommunen, die einen Abholservice anböten.

„Ein Anruf bei uns und wir holen das Gerät gegen eine Gebühr ab“, meldete etwa der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb Saarbrücken. Auch der Betriebshof Saarlouis bietet diese Möglichkeit für 7,50 Euro innerhalb der Kreisstadt an. Im Fall der Sulzbacherin bleibt wohl nur ein Hausmeisterservice.
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