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Was sich die Saar-Regierung vom kommenden Papst erhofft



Saarbrücken/Trier. Mit Appellen zu grundlegenden Reformen haben sich führende saarländische Landespolitiker an die katholische Kirche gewandt. CDU-Fraktionschef Klaus Meiser sagte gestern vor Beginn der Frühjahrs- Versammlung der deutschen Bischöfe in Trier: „Es gibt viele Fragen, auf die die Menschen Antworten erwarten, die den heutigen gesellschaftlichen Gegebenheiten entsprechen.“

Als Beispiel nannte Meiser – nach eigenen Worten ein praktizierender Katholik – die Debatte um den Gebrauch von Kondomen: „Das können Sie nicht ernst nehmen.“ Die Kirche solle nicht dem Zeitgeist hinterherlaufen, allerdings „ein Stück weit die Lebenswirklichkeit anschauen“. Meisers SPD-Kollege Stefan Pauluhn forderte mehr Rechte für Frauen in der katholischen Kirche bis hin zur Priesterweihe. Als evangelischer Christ interessiere ihn auch, wie es mit der Ökumene weitergehe. „Da sind in den letzten Jahren keine entscheidenden Schritte gegangen worden. Ich erwarte vom neuen Papst, dass er sich der Fragestellung der Ökumene stärker widmet.“

Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine sagte, er wünsche sich einen „Reformator“ an der Spitze der katholischen Kirche, der die Frauenrechte stärke. Die christlichen Kirchen hätten zwei Kernbotschaften: Nächstenliebe und Gleichheit. Nur wenn diese stärker betont würden, werde die katholische Kirche auch wieder eine andere Stellung in der Gesellschaft haben, sagte Lafontaine. Die Grünen kritisierten die Haltung der katholischen Kirche gegenüber Frauen, Geschiedenen und Homosexuellen. Fraktionschef Hubert Ulrich nannte die rigide Haltung zur Verhütung insbesondere in der Dritten Welt „eine katastrophale Positionierung“. Die Piraten erklärten, sie seien für eine strikte Trennung von Kirche und Staat und wollten sich daher auch nicht in die Angelegenheiten der Kirche einmischen. kir

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