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Was, wenn man den Notruf 110 wählt und keiner abnimmt?

Ein SZ-Leser-Reporter, der lieber anonym bleiben möchte, dessen Name aber der Redaktion bekannt ist, hat nach einem kleineren Autounfall in Sulzbach die Polizei telefonisch nicht erreichen können. Mehrfach habe er mit seinem Handy die zentrale Notrufnummer 110 angewählt, doch niemand habe sich gemeldet. „Was wäre gewesen, wenn ein größerer Notfall vorgelegen hätte?“, fragt der SZ-Leser-Reporter. Es sei doch wichtig, dass die Notruf-Nummer ständig erreichbar sei. Auf seine Rückfrage bei einer Polizeidienststelle habe er die Auskunft erhalten, dass dies schon einmal vorkommen könne, wenn das Personal knapp sei und die Kollegen noch andere Gespräche führen müssten. „Aber warum wird man dann nicht wenigstens zurückgerufen?“, fragt der SZ-Leser. Es könne schließlich sein, dass man in einem Notfall nicht mehr selbst erneut die 110 anwählen könne.

Katrin Thomas, Sprecherin des Innenministeriums, erklärt, dass alle Notrufe zentral in der Führungs- und Lagezentrale (FLZ) der Polizei in Saarbrücken ankämen und in der Regel unverzüglich angenommen würden. Die Telefonate würden systembedingt in der Reihenfolge ihres Einganges angenommen. „Daher kann es bei vielen gleichzeitigen oder kurz hintereinander folgenden Anrufen zu Wartezeiten kommen“, sagt die Sprecherin. Lege ein Bürger auf und wähle erneut an, reihe er sich wieder am Ende der Warteschlange ein. Das sei auch bei dem SZ-Leser-Reporter der Fall gewesen. Im genannten Zeitraum seien in der FLZ in 30 Minuten 44 Telefonate geführt worden, erklärt Thomas den Grund, warum der SZ-Leserreporter nicht bei der 110 durchkam.

Bei der Entgegennahme von Notrufen in der FLZ beziehungsweise von Anrufen in den Dienststellen würden die Mitarbeiter standardisiert die Daten des Anrufers erfragen, so dass ein Rückruf stets möglich sei. Nicht angenommene Notrufe würden im System allerdings nicht angezeigt und seien insofern auch nicht abrufbar. „Die Polizei bittet um Verständnis, dass es aufgrund der technischen Rahmenbedingungen bei hoher Anrufdichte im Einzelfall zu unvermeidbaren Wartezeiten kommen kann“, erklärt Thomas.

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