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Was wird aus dem Homburger Kombibad?

Das Homburger Freibad ist seit 2011 für immer geschlossen. Auf der Fläche entlang der Kaiserslauterer Straße zwischen Johannishof und Bruchhof soll bis 2014 ein Kombibad entstehen. Aber noch tut sich nicht viel.

Das Homburger Freibad ist seit 2011 für immer geschlossen. Auf der Fläche entlang der Kaiserslauterer Straße zwischen Johannishof und Bruchhof soll bis 2014 ein Kombibad entstehen. Aber noch tut sich nicht viel.

Homburg. Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, da sah es so aus, also ob sich dort, wo einmal das neue Homburger Kombibad stehen soll, tatsächlich etwas bewegt in Richtung Bauarbeiten. Bei Eiseskälte rückten am 6. Februar Männer mit Motorsägen und Äxten an, um auf gut 13 000 Quadratmetern sämtliche Bäume und Sträucher samt den Wurzelstöcken zu entfernen – bis auf besonders erhaltenswerte Einzelbäume und Gehölze am Rand, die definitiv außerhalb des benötigten rund 35 000 Quadratmeter großen Baufelds liegen. Damals hieß es noch, man liege im Zeitplan: Ziel ist heute wie vor einem Jahr: Auf der Fläche entlang der Kaiserslauterer Straße zwischen Johannishof und Bruchhof, der Hinkelsbix, soll man 2014 schwimmen können.

Seit der Rodungsaktion in der Kälte hat es aber keine sichtbaren Bauarbeiten mehr gegeben. 2013 steht mittlerweile auf dem Kalender. Die Haushaltsbegleitbeschlüsse, in denen die neuen Badpläne samt Schließung des Homburger Freibades festgeschrieben worden waren, wurden am 9. Dezember 2010 vom Stadtrat verabschiedet für den Haushalt 2011. Spätestens seitdem ist der Wasserspaß gedanklich also in der Welt. Nun geht es seit längerer Zeit darum, wer hier eigentlich zum Zuge kommen soll. Das Bad soll nämlich über eine Gesellschaft betrieben werden – im Herbst war daher ein Gesellschaftervertrag für die neu gegründete Bädergesellschaft beschlossen worden. Dahinter steht das Modell der Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP), auch als Public-Private Partnerships (PPP) ein Begriff. Die Kommunen suchen sich dabei einen privaten Partner, der Fachwissen und Kapital mitbringt, um eine vom Ursprung öffentliche Aufgabe umzusetzen.

„Wir hoffen weiterhin, dass die zwei Angebote, die uns vorliegen, Bestand haben“, sagte Pressesprecher Jürgen Kruthoff auf Anfrage zum aktuellen Stand der Dinge. Beide würden in einer Arbeitsgemeinschaft (AG) im Haus und von einer Beratungsgesellschaft geprüft – rechtlich und auf Wirtschaftlichkeit.

Das stehe „zeitnah vor dem Abschluss“. Dann komme es darauf an, ob der Anbieter das Angebot aufrechterhalte. AG und Beratungsunternehmen geben dann eine Empfehlung an den Stadtrat ab – für einen bestimmten Investor. Der Rat muss dann entscheiden. Die nächste offizielle Sitzung ist am 14. März, doch man kann wohl davon ausgehen, dass so etwas auch früher passieren würde – sollte alles stehen. Schließlich bleibt der Zeitplan ehrgeizig: „Hier müssen 2013 die Bagger rollen. Und sie werden auch rollen“, hatte OB Karlheinz Schöner Anfang Januar angekündigt.

Eigentlich wollte die Stadt die Anbieterauswahl schon längst hinter sich haben. Im vergangenen Spätsommer sollte endgültig entschieden werden, wer hier bauen wird. Das Bieterverfahren war da ausgeschrieben, und es war von mehreren Interessenten, also Betreibern und zugleich bauwilligen Firmen, die Rede, die sich gemeldet hätten. Drei Angebote sollten im Stadtrat vorgestellt werden, samt einer Empfehlung. Entscheiden sollte der Stadtrat in der regulären Ratssitzung nach der Sommerpause am 27. September, möglicherweise früher in einer Sondersitzung.

Die Firma hätte so über den Winter in die Detailplanung gehen und einen Bauantrag stellen können. Die Bauarbeiten sollten so im Frühjahr 2013 beginnen. Gerechnet werde mit etwa 15 Monaten Bauzeit, hieß es. Einer der Anbieter, „der für uns ein interessantes Angebot abgegeben hat“, habe sich zurückgezogen, sagte Kruthoff zu der Verzögerung. Zudem seien beim angestrebten PPP-Modell sehr viele Konstrukte und Elemente enthalten. Damit das Modell zum Erfolge führen könne, müssten alle Bestandteile des Vertrags genau geprüft werden.

Mit Blick auf die Eröffnung bleibt der Bad-Neubau also mindestens auf Kante genäht.

HINTERGRUND

Der Begleitbeschluss zum Homburger Haushalt 2011, das Freibad zu schließen und ein Kombibad zu bauen, sorgte für ziemlich viel Wirbel. Angepeilter Eröffnungstermin ist im Jahr 2014. Ende 2011 hatte der Stadtrat den Bebauungsplan für das Gelände beschlossen. Nun wird nach einem Bieter gesucht, denn das Ganze soll über ein Modell der Öffentlich-Privaten- Partnerschaft laufen.

Steht der Investor fest, muss, nach einer entsprechende Entscheidung des Stadtrates, noch das Landesverwaltungsamt in St. Ingbert in Sachen Wirtschaftlichkeit grünes Licht geben. ust

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