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Was wird aus dem Krankenhaus-Gebäude in Zweibrücken?

Das Evangelische Krankenhaus in Zweibrücken hat den Betrieb im September eingestellt.

Das Evangelische Krankenhaus in Zweibrücken hat den Betrieb im September eingestellt.

Die Bundeswehr hat nach einer Begehung „aus brandschutzrechtlicher Sicht“ die Idee verworfen, Teile des früheren Evangelischen Krankenhauses Zweibrücken zu mieten. Das erklärte das Presse- und Informationszentrum (IUD) der Bundeswehr auf Anfrage. Hintergrund des Interesses ist die Herrichtung eines Gebäudes in der Niederauerbachkaserne. Für eine Übergangszeit hätten hausärztliche Untersuchungen im Krankenhausgebäude stattfinden können. Auch der Flächen- und sonstige Bedarf wäre dem einer Hausarztpraxis vergleichbar gewesen, so das IUD. Die Bundeswehr suche nun nach einer internen Lösung, weitere Liegenschaften würden nicht geprüft.

Das Evangelische Krankenhaus hatte zum 30. September wegen Geldmangels geschlossen. Das Nardini-Klinikum führt seitdem den Teilbereich der Inneren Medizin, in dem rund 85 Mitarbeiter und 20 Auszubildende arbeiten, weiter. Bis das Nardini-Klinikum an- oder umgebaut hat, mietet es sich im Evangelischen Krankenhaus ein und betreibt dort die Innere Abteilung – und das könnte offenbar länger dauern, als die zunächst angedachten zwei bis drei Jahre. „Es wird seitens des Trägers angestrebt, dass die neuen Räumlichkeiten in der Kaiserstraße in circa drei bis vier Jahren bezogen werden können“, so Sandra Keßler, Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums. Der Bau solle „von allen Beteiligten so schnell wie möglich vorangetrieben werden“, doch es sei allen „bewusst, dass Baumaßnahmen immer gewisse zeitliche Unwägbarkeiten beinhalten“. Es sei „sichergestellt, dass Räumlichkeiten im Evangelischen Krankenhaus angemietet werden können, bis der geplante Anbau am Nardini-Klinikum bezogen werden kann“.

Für den geplanten Nardini-Anbau könne der Träger von Mitteln des Krankenhausstrukturfonds profitieren, so Ministeriumssprecherin Keßler. Demnach erachte Mainz den Neubau als erforderlich „zur Umsetzung des erweiterten Versorgungsauftrags im Bereich der Inneren Medizin“ nach dem Aus des Evangelischen Krankenhauses. „Das Fördervolumen hängt insbesondere von den Kosten des Anbaus ab, die erst geschätzt werden können, wenn vertiefte Planungen vorliegen“, sagte Keßler.

Der Landesverein für Innere Mission (LVIM) erhält dieses Jahr für die Abwicklung des Evangelischen Krankenhauses bis zu acht Millionen Euro aus dem Strukturfonds, wobei ein Eigenanteil von 1,68 Millionen Euro vereinbart wurde. Damit fließt der Topf dieses Jahr komplett nach Zweibrücken . Kaum zu erwarten, dass dies auch kommendes Jahr wieder so ist. Schließlich haben auch acht andere Träger Mittel beantragt.

Laut Keßler stehen bundesweit 500 Millionen Euro aus den Strukturfondsmitteln der gesetzlichen Krankenversicherung zur Verfügung, sofern die Mittel in gleicher Höhe auch von den Ländern aufgebracht werden. Auf Rheinland-Pfalz entfallen rund 24 Millionen Euro ; zusammen mit den Landesmitteln in gleicher Höhe stehen für die Krankenhäuser im Land damit ab 2017 rund 40 Millionen Euro zur Verfügung.

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