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Was wird aus dem Neunkicher Ellenfeldstadion?

Das Ellenfeldstadion hat großen Sanierungsbedarf.

Das Ellenfeldstadion hat großen Sanierungsbedarf.

Neunkirchen. Eine 100-Jährige an den Mann zu bringen, ist nicht so einfach. Zumal, wenn Fangnetze, Bauzäune und ähnliche Accessoires auf die Gebrechlichkeit der „alten Dame“ hinweisen. Dennoch gibt es – wie in Neunkirchen seit längerem bekannt – einen Interessenten, der den städtischen Besitz Ellenfeldstadion erwerben möchte: Giuseppe Ferraro, Abrissunternehmer und Vorsitzender von Borussia Neunkirchen. Er hat dem Neunkircher Oberbürgermeister vor geraumer Zeit ein schriftliches Angebot unterbreitet, das auch ein Konzept beinhaltet, den Quertrakt (Borussenheim und -halle) am Mantes-la-Ville-Platz in eine Wellness- und Fitnesseinrichtung umzugestalten.

Doch obwohl die Stadt den sanierungsbedürftigen Klotz am Bein gerne los wäre, sind sich die beiden Verhandlungsparteien noch nicht bis zur Entscheidungsreife näher gekommen. „Wir werden Herrn Ferraro ein Vertragsangebot unterbreiten“, so OB Jürgen Fried zum Stand der Dinge. Der Inhalt müsse aber noch verwaltungsintern abgestimmt werden.

Oberste Prämisse für den Verwaltungschef: „Die Stadt setzt sich dafür ein, dass das Ellenfeld eine sichere Zukunft hat!“ Will sagen, dass es als Spielstätte für Borussia dauerhaft erhalten bleibt. Er habe, so versichert Fried, eine durchaus emotionale Beziehung zu der Neunkircher Fußball-Kultstätte. Zumal er als Junge mit einer schwarz-weißen Fahne am Bambusstock zu den Borussen- Spielen gepilgert sei.

1,5 Millionen D-Mark hat die Stadt Neunkirchen 1991 in der OB-Ära Decker hingeblättert, um Borussia aus der existenzbedrohenden Finanzpatsche zu helfen. Sie wurde damit „rechtlicher Besitzer“ des Stadions, wie es der heutige OB darstellt. „Wirtschaftlicher Besitzer“ sei Borussia, der per Nutzungsvertrag alle Rechte und Pflichten für Stadion und Stadionbetrieb übertragen wurden. Dennoch habe die Stadt allein seit dem Jahr 2000 rund 950 000 Euro in den Erhalt des Stadions investiert – davon im Jahr 2003 allein eine halbe Million für die neue Tribüne.

Klar ist wohl, dass bei einem Verkauf des Ellenfeldstadions ein mehr oder weniger symbolischer Preis herauskommt.

Klar ist für den Oberbürgermeister auch, dass es bei einem Scheitern des „Ferraro-Deals“ derzeit nur eine Alternative gibt: Die Stadt müsse dann im Stadionkomplex selbst „peu à peu“ sanieren, wo es gerade am dringendsten ist. Je nach Lage der Stadtkasse und dem Fließen von Zuschüssen.

Natürlich werde man dann mit Blick auf die Großzügigkeit des Landes beim Ludwigsparkstadion in Saarbrücken auf der Matte stehen.

Eine umfassende Ad-hoc-Sanierung des Ellenfeldes (etwa Spieser Kurve) aber sei weder möglich, noch – mit Blick auf den derzeitigen sportlichen Stellenwert Borussias und die Zuschauerzahlen – notwendig.

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