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Was wird aus dem Saarbrücker Stadtbad?

Die Zukunft des ehemaligen Saarbrücker Stadtbades ist weiterhin ungewiss.

Die Zukunft des ehemaligen Saarbrücker Stadtbades ist weiterhin ungewiss.

Saarbrücken. Die Stadtverwaltung will bis zur Sommerpause den Stadtratsfraktionen vorlegen, wie es mit dem Stadtbad weitergehen könnte. Das sagte Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer kürzlich im Bauausschuss. Nachdem der Investor Günter Klockner fürs Stadtbad keine Finanzierungsvereinbarung mit den Banken vorlegen konnte, habe die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) ihr in einem Brief am 2. Mai mitgeteilt, dass sie einer neuen Lösung nicht im Weg stehen wolle.



Plan scheiterte an den Banken

Wandel-Hoefer: „Wir müssen neu nachdenken.“ Die LEG hatte sich im Auftrag der Stadt um einen Investor bemüht. Wandel-Hoefer sagte, der Betreiber des Pflegeheims habe weiter Interesse: „Die LEG will mit ihm weiterreden unabhängig von den Entscheidungen der Stadt.“ Neben einem Pflegeheim sollten auf dem Gelände auch eine Kindertagesstätte und Wohnungen entstehen. Die Woge Saar, die mit der LEG zur Strukturholding Saar gehört, sollte dem Investor 30 Wohnungen abkaufen und selbst vermarkten. Doch dieser Plan scheiterte nun an den Banken.

Die Dezernentin betonte im Bauausschuss, dass es viele Probleme auf dem Gelände gibt. Es sei kontaminiert, außerdem fließe der Sulzbach unter dem Stadtbad durch. „Das ist ein schwieriges Gelände.“ Wandel-Hoefer will nun möglichst schnell ein Bieterverfahren fürs Stadtbad in die Wege leiten, sagte sie der Saarbrücker Zeitung. Das habe den Vorteil, dass die Stadt das Grundstück nicht an den Meistbietenden verkaufen müsste, sondern an den Interessenten, der das beste Konzept für das Areal biete.


Wandel-Hoefer will weiter Wohnraum schaffen

Rena Wandel-Hoefer ist weiter dafür, dort Wohnraum in der Stadt zu schaffen. Ob ein Interessent anbeißt, sei unklar. „Das Bieterverfahren muss gut vorbereitet werden“, sagte die Dezernentin. Die Stadtratsfraktionen sind sehr enttäuscht, dass es wieder nichts wird mit der Großinvestition auf dem Stadtbad-Gelände. Guido Vogel-Latz von den Grünen forderte im Ausschuss, nun die Gelegenheit zu nutzen und ein Konzept für das gesamte Viertel zu entwickeln. Das beinhalte auch eine Lösung der Verkehrsprobleme. Bis dahin müsse das Stadtbad belebt werden, zum Beispiel mit Kulturveranstaltungen. Die kleine und große Schwimmhalle ist nach seiner Ansicht eine gute Spielstätte für Festivals. Auch der kleine verwilderte Park sollte genutzt werden.

Kulturveranstaltungen im Stadtbad?

Günter Karcher (SPD) stellte klar, dass seine Fraktion nicht mehr mit der LEG zusammenarbeiten wolle. Hermann Hoffmann (CDU) fand es derweil „absolut enttäuschend“, dass das Wohnprojekt im Stadtbad gescheitert sei. Die Verwaltung müsse jetzt vorlegen, welche Optionen die Stadt nun hat.

Die Idee der Grünen, nun Kulturveranstaltungen im Stadtbad zu organisieren, sieht die Baudezernentin eher skeptisch. Es gebe keinen Strom- und auch keinen Wasseranschluss mehr. Das könne sehr schnell an den hohen Kosten scheitern. Außerdem gebe es genug Veranstaltungsorte in Saarbrücken.

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