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Wasserwerk erhitzt die Gemüter

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Kirkel. Wie soll es weitergehen mit dem alten, inzwischen stillgelegten Wasserwerk in Kirkel- Neuhäusel? In der Antwort auf diese Frage könnte für die Zukunft einiges Potenzial, aber auch einiger Zündstoff stecken. Diesen Eindruck zumindest konnte man gewinnen angesichts der durchaus eindringlich geführten Diskussionen des Ortsrates Kirkel-Neuhäusel am vergangenen Mittwochabend. Bei einem Ortstermin wollte sich Ortsvorsteher Hans-Peter Schmitt (SPD) zusammen mit den Räten und Vertretern der Gemeindeverwaltung einen Eindruck vom Zustand des Wasserwerkes verschaffen. Gelang dies noch in relativer Eintracht im Angesicht des durchaus vorzeigbaren Baus, so endete die Gemeinsamkeit zwischen CDU und dem Rest des Rates, als der zweite Beigeordnete der Gemeinde, Axel Leibrock von den Grünen, den aktuellen Stand zu den Planungen rund um die Zukunft des Wasserwerks skizzierte. Die ließen unter dem Arbeitstitel „Wasserhaus Kirkel“ mit den didaktischen Schwerpunkten „lernen und erleben“ und in inhaltlicher Anbindung an die Biosphäre Bliesgau einiges möglich erscheinen.

Doch es war weniger das „was“, das den Fraktionsvorsitzenden der CDU im Kirkeler Ortsrat, Andreas Kondziela, störte, sondern mehr die Informationspolitik von Gemeinde und Ortsvorsteher. „Wir wissen gar nicht, wohin die Reise nun geht“, zeigte sich Kondziela angesichts einer „Machbarkeitsstudie“ in den Händen von Ortsvorsteher Schmitt fragend – auch mit Blick auf den beschlossenen Kauf des Wasserwerks durch die Gemeinde zum Preis von 60 000 Euro. So sei kaum abzuschätzen, was die Umnutzung des alten Wasserwerks in der Folge tatsächlich kosten könnte. Auch hätte die neue Richtung nichts zu tun mit den 2009 einstimmig vom Ortsrat getroffenen Beschlüssen, die unter anderem ein Schauwasserwerk am Standort des neuen Wasserwerkes oder auch einen Wasserlehrpfad vorgeschlagen hätten. Kondziela: „Nach diesen Beschlüssen im Jahr 2009 ist das heute hier das erste, was wir in dieser Angelegenheit im Ortsrat hören.“ Insgesamt kritisierte Kondziela, ebenso wie seine Fraktionskollegin Sarah Hochlenert, die aus seiner Sicht mangelhafte Informationspolitik. „Wir sind guten Vorschlägen gegenüber ja nicht abgeneigt. Aber eigentlich sind wir jetzt so schlau wie vor zwei Jahren und einigermaßen überrascht von dem, was wir heute so erfahren.“

Das mochten Hans-Peter Schmitt und Axel Leibrock so nicht stehen lassen. So verwies Schmitt beispielhaft auf die Behandlung des Themas im Umweltausschuss im März 2010, zumindest mit Blick auf die Absicht, das Wasserwerk zu erwerben, und machte klar: „Das alles ist eine Diskussionsgrundlage. Es ist noch nichts verabschiedet. Wir stehen heute hier am Anfang eines Prozesses.“

Was der erbringen könnte, wird nun Gegenstand künftiger Diskussionen. Die „Machbarkeitsstudie“ gibt gegenwärtig etwa folgende Stichworte vor: Dorfgemeinschaftshaus, zentraler Veranstaltungsort, Informations- und Schulungsort zum Thema Wasser. Gesucht ist dabei auch eine enge und finanziell förderliche Anbindung an die Biosphäre Bliesgau.

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